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Wir trauern um Herrn Bernhard Kuhn - er war in vielen Ämtern der katholischen Kirche in der Region engagiert.

Ostern
Datum:
Veröffentlicht: 5.5.26
Von:
Stefan Fleischmann
Feierliche Verabschiedung am Montag, 11. Mai 2026 um 14 Uhr in der Josefskirche/Schwarzenstein.

Der Seelsorgebereich Hofer Land trauert um Herrn Bernhard Kuhn, der am 1. Mai 2026 gestorben ist. Herr Bernhard Kuhn wird am Montag, 11. Mai um 14 Uhr in der Josefskirche Schwarzenstein (Zum Rodachtal, 95131 Schwarzenbach am Wald) feierliche verabschiedet.

aus Frankenpost/05.05.2026: 

Hof/Schwarzenbach am Wald: Die Liste an Ämtern, Ehrenämtern und Tätigkeiten, die er ausgefüllt hat in seinem Leben, ist so lang, dass man sich unweigerlich fragen muss: Wann hat er das alles geschafft? Dabei stand auf seiner Visitenkarte nur eines davon, ein schlichtes „Mesner im Ruhestand“. Berhnard Kuhn, auch als freier Mitarbeiter für unsere Zeitung aktiv, ist ein im besten Sinne umtriebiger Akteur in vielen katholischen Institutionen gewesen zwischen Schwarzenbach am Wald und Hof, Kulmbach und Bamberg.

1954 in Schwarzenbach am Wald geboren, ist er hier viele Jahre lang als Kirchenpfleger, Pfarrgemeinderat, Pfarrsekretär und Mesner tätig gewesen. Und als gute Seele bei Gemeindeabenden, Konzerten, Gottesdiensten und kirchlichen Festen und Veranstaltungen. Er sei immer „mit wachen Ohren und offenem Herzen dabei“, hat die Hofer Theologin Barbara Stühlmeyer im vergangenen Jahr über ihn gesagt, als Bernhard Kuhn für 60-jährige ehrenamtliche Tätigkeit für die katholische Kirche geehrt wurde: Er war 1964 mit dem Ministrantenamt in die Kirchenfamilie gekommen und ist Zeit seines Lebens in den verschiedensten Funktionen dabei geblieben.

Von Schwarzenstein bis Hof aktiv

„Egal, was zu tun war, Bernhard war keine Aufgabe zu schwer. Als es beispielsweise klar war, dass es in seiner Gemeinde niemanden gab, der in der Osternacht das große Auferstehungslob singen würde, machte er sich auf den Weg zum Dekanatskantor und nahm Woche für Woche so lange Gesangsstunden, bis er diesen langen und anspruchsvollen liturgischen Sologesang vortragen konnte“, schreibt Stühlmeyer. In Schwarzenstein/Schwarzenbach hat er die Kirchenverwaltung aufgebaut, war im Hofer Dekanatsrat, im Vorstand des Caritasverbands Stadt und Landkreis Hof, stellvertretender Vorsitzender der Mesnervereinigung der Erzdiözese Bamberg oder Dekanatsleiter für die Mesner und Pfarrsekretäre der Dekanate Hof und Kulmbach, um nur einige seiner Ämter zu nennen. Und immer war er auch mit Block, Stift und Kamera unterwegs.

Ob zum Richtfest des neuen Caritas-Seniorenzentrums am Otterberg, zum Spatenstich des neuen Verwaltungzentrums der Pfarrei Bernhard Lichtenberg an der Ernst-Reuter-Straße oder bei der Weihung des Ersatz-Saales für die weggefallene Moschendorfer Kirche Sankt Otto: Bernhard Kuhn hat immer berichtet, war immer persönlich vor Ort, hat die Stimmen der Verantwortlichen aufgenommen und sie ins Bild gehoben. Das Berichten über das, was ist, war ihm eine Herzensangelegenheit. Auch aus dem Antrieb heraus, dass Menschen, die nicht (mehr) selbst teilnehmen können an einer Veranstaltung, teilhaben können daran.

Am Wochenende ist Bernhard Kuhn überraschend gestorben. Er wird in Naila beigesetzt, wo auch seine Eltern bestattet sind. Dekan Andreas Seliger: „Mit Bernhard Kuhn verlieren wir einen tief im Glauben verwurzelten Menschen, der sich über Jahrzehnte mit großem Engagement und Herzblut für die katholischen Pfarreien im Altlandkreis Naila eingesetzt und insbesondere seine Heimatorte Schwarzenstein und Schwarzenbach am Wald nachhaltig geprägt hat.“