Zum Inhalt springen

Willkommen sein

Datum:
Veröffentlicht: 7.8.26
Von:
Stefan Fleischmann
Besinnliches Wort zur Urlaubszeit

Liebe Leserinnen und Leser,
die Urlaubszeit lädt ein, ein wenig zur Ruhe zu kommen, einmal die Seele baumeln zu lassen oder auch das eine oder andere zu reflektieren.
Ich erinnere mich gerne an einen geschätzten Kollegen des Erzbischöflichen Ordinariats.
Zwei Sätze, die er für mich immer wieder hat:
„Komm herein!“ Und: „Pass auf dich auf!“
Jeder Mensch hat das Bedürfnis, willkommen zu sein.
Jeder Mensch lebt vom Zuspruch, wertvoll und einzigartig zu sein.
Jeder Mensch lebt von einem guten Wort, das eigentlich nichts kostet.
Es tut sogar gut, jemanden etwas Ermutigendes und Aufbauendes zuzusprechen.
Und wenn das Wort ehrlich gemeint ist, kommt es auch im Herzen meines Mitmenschen an.
Jeder Gottesdienst endet mit einem guten Wort, dem Segen: gesegnet zu sein und zum Segen für die Welt und die Menschen in dieser Zeit zu werden.
Gott verspricht in seinem Wort, das in seinem Sohn Jesus Christus ausgesprochen und Fleisch geworden ist, dass ER da ist – gestern, heute und morgen:
„Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“
Sie dürfen sich in diesem Moment ganz persönlich angesprochen fühlen.
Worte des Segens tun gut, weil wir wissen: Wir haben nicht alles selbst in der Hand.
Unsere Zukunft können wir nur begrenzt beeinflussen.
Wir verdanken uns nicht nur anderen Menschen, sondern wir verdanken uns vor allem Gott, Schöpfer des Lebens und unserer Welt.
Wir dürfen uns diesem Segen immer wieder öffnen und diesen wohlwollenden Zuspruch einander zusagen.
Das passiert in unseren Gemeinschaften, in den Familien, in den Partnerschaften auf sehr unterschiedliche Weise.
Das Wort zur Besinnung lesen Sie heute zum letzten Mal von meiner Seite.
Ich nehme dankbar Abschied vom Hofer Land, von den Menschen und von dieser schönen Landschaft.
Vielen Dank für das vertrauensvolle Miteinander und Füreinander über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg.
Wenn ich auf die 5 Jahre im Hofer Land dankbar und zufrieden zurückschaue, dann sind es wohl zwei Handlungen, die mir sozusagen im Alltag zum Ritual geworden sind:
„Möchten Sie eine Tasse Kaffee!“ Und: „Ich zünde erst einmal die Kerze an!“
Ich wünsche Ihnen eine frohe und erholsame Ferien- und Urlaubszeit!
Bleiben Sie behütet. Bis zu einem Wiedersehen – ob beim nächsten Schlappentag oder Hofer Volksfest!