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Weihnachts- und Neujahrsgruß

Pressebild Weihbischof Herwig Gössl (2000x1298 px, 300 dpi)
Datum:
Veröffentlicht: 15.12.24
Von:
Erzbischof Herwig Gössl Amtsblatt Bamberg
Erzbischof Herwig Gössl

„Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf“ (Jes 9,1).

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst des Erzbistums Bamberg,
liebe Schwestern und Brüder!

Das obige Zitat aus dem Buch des Propheten Jesaja ist uns aus der weihnachtlichen Liturgie vertraut. Es entspricht auch – zumindest in den Ländern auf der nördlichen Erdhalbkugel – den natürlichen Erfahrungen: Nie sind die Nächte länger und die Tage kürzer, nie ist weniger Licht und mehr Finsternis als in diesen Tagen kurz vor dem Weihnachtsfest. Bestimmt gilt für viele diese Erfahrung aber auch im übertragenen Sinn. Immer geschehen Dinge, die das Leben verdunkeln, die es uns schwer machen und uns die Freude und Leichtigkeit des Lebens nehmen. Als Christen sind wir Zeugen für das Licht, das trotzdem leuchtet, das sich nicht von der Finsternis besiegen lässt, sondern sich letztlich durchsetzt. Daher sind wir Christen unterwegs als „Pilger der Hoffnung“, wie es das Motto des kommenden Heiligen Jahres uns nahelegt. Wir sind Zeugen des Lichts, trotz aller politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Herausforderungen und trotz der dunklen Erfahrungen von  Verlassenheit, Krankheit, Trauer und Tod. In einem Lied wird diese christliche Haltung so ausgedrückt: „Menschen auf dem Weg durch die dunkle Nacht, habt Vertrauen, der Tag bricht an! Christus hat der Welt das Licht gebracht. Hebt die Augen und schaut ihn an!“ Dazu lädt uns Weihnachten ein: Christus, das Kind in der Krippe anzuschauen, und in ihm das Licht zu entdecken, das uns und allen Menschen Hoffnung schenken will. Ich danke allen, die sich im zu Ende gehenden Jahr in unserem Erzbistum in den verschiedenen Diensten und Aufgaben eingebracht haben. Ich denke an die Priester und Diakone und die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral und in der Schule, die wegen der geringer wedenden Zahl an Kollegen gezwungen sind, ihre Arbeit  ständig neu zu strukturieren. Ich denke an die vielen Beschäftigten in der Caritas und in den Kindertagesstätten, in den zahlreichen kirchlichen Beratungsdiensten und Anlaufstellen, in den Verwaltungen des Erzbischöflichen Ordinariats und der Seelsorgebereiche sowie an die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den katholischen Verbänden und  Vereinen, in der kirchlichen Jugendarbeit und auf allen Ebenen kirchlichen Lebens. Durch Ihren Einsatz haben Sie dazu beigetragen, dass das Licht der Hoffnung, welches von Christus, dem Kind in der Krippe ausstrahlt, zu möglichst vielen Menschen gelangt. Vergelt’s Gott für diesen wertvollen Dienst! Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest, dass Sie selbst sich beschenken lassen können vom Licht der Liebe, das von der Krippe ausstrahlt, und für das kommende Heilige Jahr 2025 viel Hoffnung und Zuversicht.

Bamberg, im Advent 2024

Ihr Erzbischof

+ Herwig Gössl