Seit 60 Jahren an Klavier und Orgel

Feilitzsch – Hofer Land: Es war eine gelungene Überraschung für Vladimir Plakidin, als sein langjähriger Freund Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer am Samstag, den 29. März in der Abendmesse der Kirche St. Johannes Nepomuk in Feilitzsch erschien. Aber der Hofer Stadt- und Dekanatskantor hatte natürlich einen guten Grund für sein Erscheinen. Es galt nämlich, wie Pfarrer Holger Fiedler nach der Danksagung ankündigte, eine Ehrung vorzunehmen. Denn Vladimir Plakidin spielt inzwischen seit 60 Jahren Orgel.
Eine unglaublich lange Zeit, die die große Virtuosität des St. Petersburger und 1995 nach Hof gezogenen Musikers erklärt. Am dortigen, weltberühmten Konservatorium hatte er vor 60 Jahren mit dem Orgelstudium begonnen, dass er neben seinem Klavierstudium absolvierte. Später lehrte er dort selbst als Dozent, bevor er mit seiner Familie nach Hof kam, wo er seitdem unablässig für die Gemeinden in Stadt- und Landkreis Hof musiziert und die Zuhörer immer wieder mit seinen hochkarätigen Klavierkonzerten begeistert.
Vladimir Plakidin freute sich von Herzen über die Anerkennung, die Erzbischof Herwig Gössl ihm in der schön gestalteten Urkunde für seinen jahrzehntelangen Dienst aussprach. Und auch Ludger Stühlmeyer betonte, wie wichtig ihm sein Freund und seit etwa dreißig Jahren ständiger Stellvertreter Vladimir ist. Kein Wunder, dass er es war, den er bat, mit ihm gemeinsam die Musik für den Neujahrsempfang des Erzbischofs im Jahr 2022 in der Hofer Freiheitshalle musikalisch zu gestalten. Plakidin war bei zahlreichen Konzerten an der Orgel der Marienkirche und in Feilitzsch, wie auch beim Jubiläum 70 Jahre St. Konrad als Pianist mit einem herausragenden Klavierkonzert im Pfarrzentrum Bernhard Lichtenberg zu hören. Beim diesjährigen Gedenkkonzert zum Jean Paul Jubiläum im November werden beide Musiker wieder gemeinsam agieren. Die Gemeindemitglieder und Pfarrer Fiedler schlossen sich dem Dank des Musikdirektors an und wünschten sich und Valdimir Plakidin noch viele gemeinsame Jahre.