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Segensfeier der Kindertagesstätte St. Marien

Segensfeier KITA St. Marien
Datum:
Veröffentlicht: 17.7.26
Von:
Stefan Fleischmann
Ansprache v. Pfarrer Fleischmann

Heute ist ein ganz besonderer Tag: Nach vielen Jahren der Planung dieser neuen Kindertagesstätte St. Marien wird sie nun ganz offiziell eröffnet und gesegnet. Alle freuen sich darüber, weil viele Menschen hier mitgewirkt und Hand angelegt haben. Ich bedanke mich bei der Gesamtkirchenverwaltung, die sehr mutig dieses Projekt im Bahnhofsviertel angegangen ist; bei unserem Bauausschuss unter der Leitung von Pfarrer Dr. Dieter Jung, dem Architekten Herrn Norbert Endrejat, bei unserem Herrn Dekan Andreas Seliger, der im vergangenen Jahr den Übergang bzw. den Umzug organisiert und begleitet hat, den beteiligten Firmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei unserem Geschäftsführer Herrn Heiko Fritzsch, der mit den Erzieherinnen und Erziehern für die organisatorische, betriebliche und pädagogische Leitung – Tag für Tag – Verantwortung übernimmt.

Gleich wird symbolisch der Schlüssel überreicht, die Kreuze gesegnet und auch ein Holzrelief mit Maria und Jesus.
Wir bitten Gott um seinen Schutz und Segen für alle, die hier täglich ein- und ausgehen, ob jung oder alt.

Schlüssel:

Ein Schlüssel ist mehr als ein Stück Material. Er öffnet Türen. Er schafft Zugang. Er schenkt Vertrauen. Wer einen Schlüssel erhält, dem wird Verantwortung übertragen.

Heute werden nicht nur die Türen dieses Hauses geöffnet. Es sollen sich weiterhin Türen öffnen für das Leben, für Freundschaften, für das Lernen, für das Staunen und für die Freude der Kinder. Wir wissen, und deshalb engagieren wir uns als christliche Kirche: Eine Kindertagesstätte ist weit mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort, an dem Kinder entdecken dürfen: Ich bin willkommen – gleich ihrer Religion und Kultur. Ich werde gesehen. Ich bin wertvoll. Ich bin geliebt. Das Holzrelief mit Maria und Jesus bringt das liebevoll zum Ausdruck.

Kreuz:

Über allem steht das Kreuz, das wir heute segnen. Manche sehen im Kreuz nur ein religiöses Zeichen. Für uns Christen ist es viel mehr. Es erinnert uns an die Liebe Gottes, die in Jesus Christus sichtbar, greifbar geworden ist. Das Kreuz steht für Jesus ganzheitlich – das Leben, das Sterben und die Auferstehung Jesu Christi. Der gekreuzigte und auferstandene Jesus sagt uns: Aus Gottes Liebe, seinen guten Händen, kannst du niemals herausfallen. Niemals!

Gerade Kinder brauchen diese Botschaft. Sie sollen früh erfahren, dass ihr Wert nicht von guten Leistungen, sportlichen Erfolgen oder späterem beruflichen Erfolg abhängt. Sie sind kostbar, weil Gott sie geschaffen hat und sie beim Namen kennt. Jeden Einzelnen. Im Segen kommt unser christliche Glaube an den dreifaltigen Gott zum Ausdruck: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese Drei stehen in Beziehung, in einer Gemeinschaft, in einer Liebesgemeinschaft, in die wir mit hineinangenommen sind. So gelingt Leben - nicht in der Isolation, sondern immer in der Beziehung, in einer Gemeinschaft.

Gott, Vater möge dich beschützen.
Sein Sohn Jesus möge dich begleiten.
Sein Heiliger Geist möge dir Kraft, Mut und Hoffnung schenken.

Auch eine Kindertagesstätte lebt von dieser Gemeinschaft. Kinder wachsen nicht allein auf. Sie brauchen Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Erzieher und viele Menschen, die sie begleiten. Wo Menschen einander achten, einander helfen und füreinander Verantwortung übernehmen, wird etwas von Gottes Liebe, seine Begleitung und sein guter Geist sichtbar, greifbar, hörbar, erfahrbar. Die Zeichen und Bilder – Kreuz, Schlüssel, Maria mit Jesus – erinnern uns daran!

Im Namen der Pfarrei Bernhard Lichtenberg und des kath. Seelsorgebereiches Hofer Land wünsche ich dieser neuen Kindertagesstätte St. Marien, dass sie nicht nur ein Ort guter Bildung ist, sondern auch ein Ort des Vertrauens, des Lachens und der Geborgenheit, der Gemeinschaft und der Freude ist. Ein Ort, an dem Kinder Fragen stellen dürfen. Ein Ort, an dem Fehler nicht das Ende sind, sondern Chancen zum Lernen. Ein Ort, an dem christliche Werte nicht nur erklärt, sondern gelebt werden. Wir wollen um diesen Segen, um diesen Zuspruch Gottes bitten, dass wir diesem Anspruch gerecht werden können.

Bitten wir den dreifaltigen Gott:

Segne dieses Haus +

Segne alle Kinder, die hier spielen, lernen und wachsen.

Segne ihre Familien.

Segne alle Mitarbeitenden mit Geduld, Freude und Kraft.

Und schenke, dass dieses Haus für viele Generationen ein Ort wird, an dem Menschen etwas von Gottes Liebe erfahren.

So vertrauen wir diese Kindertagesstätte dem Schutz der seligen Jungfrau Maria und aller Heiligen an - Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Weihwasser).