Rosenkranzmonat Oktober

Traditionell gilt der Oktober als Rosenkranz-Monat und ist, wie der Monat Mai, in besonderer Weise Maria geweiht. Er wird zum Anlass genommen verstärkt das Leben Jesu mit dem Gebet des Rosenkranzes zu betrachten. Diese Gebetsform ist schon seit dem 12./13. Jahrhundert bekannt. Auch heute wird der Oktober in vielen Gemeinden zum Anlass genommen, das Rosenkranzgebet wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Traditionell wird er vielerorts vor der Eucharistiefeier eines jeden Tages gebetet, so zum Beispiel in der Hofer Marienkirche. Aber auch in allen anderen Kirchen des Seelsorgebereichs „Hofer Land“ wird das Rosenkranzgebet von den Gläubigen gepflegt.
„Das Rosenkranzgebet ist eines meiner Lieblingsgebete aus den reichen Gebetschatz der Kirche, wenn nicht überhaupt mein Lieblingsgebet“, meint der Autor dieses Berichtes Bernhard Kuhn. Es sei ihm von frühester Kindheit an vertraut, und schon damals habe er die Rosenkranzandachten als ungewöhnlich schön und anziehend empfunden. Das Rosenkranzgebet, seit vielen Jahrhunderten in der Kirchen verwurzelt ist kein Gebet vieler Worte. Von der ruhigen Wiederholung und den großen Bildern aus dem Leben Jesu entführt besonders dieses Gebet in die Tiefe der Seele und schenkt auf diese Weise neuen Mut, Kraft und innere Ruhe zur Bewältigung der verschiedensten Lebenssituationen. Das Rosenkranzgebet ist unkompliziert und man kann es zu verschiedenen Zeiten und an den verschiedensten Orten verrichten. Deshalb macht es auch keine Mühe es fest in den Tagesrhythmus einzuplanen. Es findet sich immer und überall Zeit und Gelegenheit den Rosenkranz betrachtend zu beten, sei es beim Autofahren, im Flugzeug, beim Wandern, am Strand, am Morgen, am Abend, in der Nacht oder einfach mal zwischendurch, wenn man sich zum Beispiel besonders gestresst fühlt. Der „Rosenkranzbeter“ sieht nachher alle Dinge viel ruhiger und gelassener an. Bernhard Kuhn findet es deshalb sehr schade, dass das Rosenkranzgebet bei vielen Christen unserer Zeit, auch bei so manchen Theologen, nicht mehr den Stellenwert einnimmt, von dem so viele Heilige der Kirchengeschichte beredtes Zeugnis geben. Dieses erhabene Gebet sollte deshalb in besonderer Weise von uns Christen gepflegt und zu einem unverzichtbaren Gebetschatz werden, aus dem man vielfältige Erfahrungen der Glaubensstärkung und wunderbare Hilfe schöpfen kann.