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Roratemesse in St. Josef

Rorate st Josef
Datum:
Veröffentlicht: 11.12.23
Von:
Bernhard Kuhn

Ein feierliches Rorateamt hielt Dekan Andreas Seliger in der St. Josefskirche zu Schwarzenstein.

In der Adventszeit bereitet sich die Christenheit auf das Weihnachtsfest vor. Es ist eine besinnliche Zeit geprägt von hingebender und freudiger Erwartung auf die Ankunft des Herrn, fernab vom geschäftigen Treiben auf den Weihnachtsmärkten und in den Kaufhäusern. Die Gemeinde trifft sich zu werktäglichen Gottesdiensten, den sogenannten Roratemessen. Das Wort "Rorate" bildet den Anfang einer Antiphon in der katholischen Liturgie. Der Text dieser Antiphon lautet: „Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem." („Tauet Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor."). Es handelt sich hier um einen Vers aus dem alttestamentlichen Buch Jesaja. Roratemessen, die in der Adventszeit an Werktagen gehalten werden, sind Votivmessen zu Ehren der Gottesmutter Maria, deren Eröffnungsgesang eben jenen Vers beinhaltet.Die liturgische Farbe ist weiß! Diese Gottesdienste werden nach altem Brauch nur bei Kerzenschein gefeiert und bringen in besonderer Weise die Sehnsucht nach der Ankunft Gottes in der Welt zum Ausdruck. Um eine heimische, adventliche Atmosphäre zu schaffen, wurde die dunkle St. Josefskirche mit vielen Kerzen eindrucksvoll erhellt. Ansprechende Adventslieder, beginnend mit dem Rorate caeli – Tauet Himmel, umrahmten den frühmorgendlichen Gottesdienst . In der Adventszeit begegnen den Gottesdienstbesuchern viele bekannte Adventslieder, die das Kommen Jesu Christi ankündigen: „O Heiland, reiß die Himmel auf", „Kündet allen in der Not, bald wird kommen unser Gott", „Es kommt ein Schiff, geladen" und „Wir sagen euch an den lieben Advent", um nur einige zu nennen. Es gibt abseits der bekannten Weihnachtslieder, die auf jedem Weihnachtsmarkt und in jedem Kaufhaus im Übermaß gespielt werden, so wunderschöne Lieder extra für die Vorbereitungszeit auf die Ankunft des Herrn. Zum Schluss setzte Pfarrer Andreas Seliger das Allerheiligste aus und erteilte den sakramentalen Segen. Anschließend waren die Gottesdienstbesucher zu einem kleinen Frühstück eingeladen, das stellvertretender Pfarrgemeinderatsvorsitzender Matthias Herrmann bestens vorbereitet hatte.