Pfarrvikar Sebastian Schiller verlässt Hofer Land

Pfarrvikar Sebastian Schiller hatte seinen Schwerpunkt in den Pfarreien Münchberg, Helmbrechts und Sparneck mit Zell; darüber hinaus war er auch als Hochschulseelsorger in Hof tätig. Vom 01.09.2024 hat ihn Erzbischof Herwig Gössl zum Leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs Main-Aurach und zum Pfarrer von Stegaurach ernannt. Nun fand ein Dankgottesdienst mit anschließender Agape zum Abschied des allseits beliebten Pfarrvikars in der Pfarrkirche „Heilige Familie“ in Münchberg statt.
Der Festgottesdienst, dem Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann vorstand, in Konzelebration mit Pfarrvikar Holger Fiedler, Pfarradministrator Dr. Dieter Jung und dem scheidenden Pfarrvikar Sebastian Schiller, wurde von Ludger Arens an der Orgel und der Solistin Gaby Bunzel mit schwungvollen Liedern musikalisch umrahmt wie „Wo Menschen sich vergessen…“ oder „Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg.“ In seiner Abschiedspredigt bezog sich Sebastian Schiller auf einen Abschnitt aus dem Buch der Psalmen. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Er ist die Kraft meines Lebens.“ Diesen markanten Satz hatte sich der scheidende Pfarrvikar bei seiner Priesterweihe 2016 als Primizspruch ausgewählt.
„Ich war mir damals noch nicht klar, ob es die richtige Entscheidung ist, die ich getroffen habe. Weit weg von daheim, ohne Familie, in einem riesigen Strukturwandel, der unsere Kirche verändert. Dieser Satz aus den Psalmen hat mir damals Mut gemacht, weil er mir klargemacht hat: Es geht am Ende nicht um mich, um meine Fehler um meine Schwächen. Für mich leuchtet genau dieses Licht, das mich bestärkt, und das ich weitergeben will“, betonte er. „Sie stehen jetzt als Gremien, als Ehrenamtliche, als Gläubige in den einzelnen Pfarreien in einer ähnlichen Situation wie ich damals 2016.Die Zukunft ist ungewiss-das Alte und Gewohnte wird sich verändern“ fuhr er fort. Die Frage ist- das war damals 2016 bei mir so- und das ist es auch heute für Sie: Was wir als Menschen, als Gläubige daraus machen?“. „Wir, als Menschen, die an Gott glauben, SIND das Licht der Welt, wir SIND das Salz der Erde. Ich wünsche Ihnen, Sie hier in der Pfarrei Heilige Familie Münchberg, in Christkönig Helmbrechts, Maria Hilf in Sparneck oder in St. Heinrich Zell wohnen, Ich wünsche dass Ihnen, wenn alles im Wandel und eigentlich zum Davonlaufen erscheint, deutlich bleibt, das Jesus Christus für uns da ist! Sichtbar durch das ewige Licht, das hier vor jedem Altar leuchtet. Erfahrbar in unzähligen Momenten unseres Lebens. Denn: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Der Herr ist die Kraft meines Lebens“, betonte der scheidende Pfarrvikar am Ende seiner emotionalen, zu Herzen gehenden Predigt. Am Schluss des Gottesdienstes verabschiedete der Leitende Pfarrer Stefan Fleischmann seinen Pfarrvikar: „In diesem Gottesdienst verabschieden wir Dich lieber Sebastian. Hier vorne steht das pastorale Team: Wir werden dich sehr vermissen. In der Gemeinde und im Seelsorgebereich Hofer Land hinterlässt Du eine Lücke. Wir danken Gott für Deinen Dienst, für den Einsatz Deiner Gaben und Kräfte, Talente und Fähigkeiten, für deine Treue und Liebe im SSB Hofer Land, in besonderer Weise in den Kirchengemeinden Münchberg, Helmbrechts, Sparneck mit Zell.
Du warst in den unterschiedlichen pastoralen Feldern im Seelsorgebereich Hofer Land im wahrsten Sinne des Worte viel unterwegs (z. B. auch in der Hochschulseelsorge, als Gefängnis- und Krankenhausseelsorger); ich habe dein Fahrtenbuch regelmäßig gesehen, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat; du warst in unserem Seelsorgebereich unheimlich viel auf der Straße – von Nord nach Süd, von West nach Ost –unterwegs zu den Menschen. Und du warst ein guter Sämann gewesen, um das Evangelium und die Heilige Eucharistie von der Liebe und Treue Gottes zu leben, zu verkünden und zu bezeugen. Dafür danken wir Dir –Haupt- und Ehrenamtliche - von ganzem Herzen. Anschließend erteilte der Leitende Pfarrer dem Mitbruder den Segen, und überreichte ihm ein Geschenk des pastoralen Teams: eine spezielle Stola, die er sich gewünscht hatte. Nach dem Te Deum „Großer Gott wir loben dich“ ging es zur weltlichen Feier ins Barbaraheim, wo sich Gottesdienstbesucher und Ehrengäste bei Speis und Trank persönlich von ihrem lieben Geistlichen verabschieden konnten. Die Grußworte, u.a. von der Münchberger PGR-Vorsitzenden Hanni Reichelt, die auch stellvertretend für Helmbrechts und Sparneck sprach, von Richard Wittmann von der Kirchenverwaltung, vom Ersten Bürgermeister von Helmbrechts Stefan Pöhlmann, vom evangelischen Münchberger Dekan Wolfgang Oertel und von einigen anderen hatten alle denselben Tenor: Sie bedankten sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit Pfarrvikar Sebastian Schiller und wünschten ihm in seinem neuen Wirkungsgebiet als Leitender Pfarrer vom Seelsorgebereich Main-Aurach alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen. Seien wir nicht traurig wenn der beliebte Geistliche das Hofer Land verlässt, sondern gönnen wir es ihm wenn er auf der „kirchlichen Erfolgsleiter“ eine Stufe höher steigt zum Segen der Gläubigen, dem Herrn entgegen! Alles Gute und Gottes reichen Segen lieber Sebastian!


