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Palmsonntag im Hofer Land

Palmsonntag 2024
Datum:
Veröffentlicht: 25.3.24
Von:
Bernhard Kuhn

Der Palmsonntag ist das Tor zur Heiligen Woche, der Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Er erinnert an den Einzug in Jerusalem, von dem alle vier Evangelisten berichten. Den Hosannarufen der Menschen, die Jesu Einzug in die Heilige Stadt damals begleiteten, folgten schon bald die „cruzifige“-Rufe („Kreuzige ihn“) der Menge. In vielen Kirchen im Hofer Land wurde dieser Ereignisse gedacht.

Beginnend mit dem Segensgebet über die Palmzweige und der Schriftlesung über den „Einzug in Jerusalem“ folgte man dem Brauch der Palmprozession. Fleißige Helferinnen und Helfer haben für die Gottesdienstbesucher Palmzweige gebunden, die auch heute noch mitgenommen und in den Wohnungen aufgesteckt werden. Während in der Prozession mit geschmücktem Kreuz und dem Gesang von Lobliedern ein Bekenntnis zum Auferstandenen zum Ausdruck kommt, betonen die Lesungen des Tages stärker das Leiden und Sterben Jesu. Aber im bewussten Hingehen auf Ostern werde die Hoffnung gestärkt, dass Gott zu Frieden und Leben führt.

In der Stadtpfarrkirche St. Marien in Hof, die bis auf dem letzten Platz gefüllt war, hielten die Gläubigen gemeinsam mit Pfarrvikar Fiedler und zahlreichen Ministranten die feierliche Palmprozession und hörten die Passion nach dem Evangelisten Markus. Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer und seine Tochter Lea gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit passend ausgewählten Gesängen aus mehreren Jahrhunderten. Es erklangen “Die bittere Leidenszeit beginnet abermals” von Johann Sebastian Bach, “Herr, nimm weg die Angst, die uns befällt, angesichts der Zukunft unsrer Welt” von Ludger Stühlmeyer, “Vater unser, in deine Hände geschehe der Anfang, reife das Ende” von Josef Kronsteiner und das “Ave Verum” von Wolfgang Amadeus Mozart.

In Schwarzenstein hielt Pfarrsekretär Bernhard Kuhn die Palmsonntagsliturgie. „Im heftigsten körperlichen Schmerz der Passion bittet Jesus um Vergebung für diejenigen, die ihn durchbohren: ‚Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun‘ “, sagte Kuhn in seiner Ansprache. Im schwierigsten Moment lebt Jesus sein schwierigstes Gebot: die Feindesliebe. „Wenn man Gewalt anwendet, weiß man nichts mehr von Gott", bedauerte der Redner. „Das sehen wir in der Torheit des Krieges in der Ukraine, in Israel, wo Christus erneut gekreuzigt wird. Er wird in den Müttern, die um den Tod ihrer Männer und Kinder weinen, in den Flüchtlingen, die mit den Kindern im Arm vor den Bomben fliehen, in den Soldaten, die ausgesandt werden um ihre Geschwister zu töten, nochmals ans Kreuz genagelt“. „Vater vergib ihnen, sie wissen nicht was sie tun!".

Für den Seelsorgebereich „Hofer Land“ hat Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann in seinen Gottesdiensten in St. Pius und St. Konrad die Gläubigen dazu aufgerufen die Kar- und Ostertage gemeinsam zu begehen, den Weg Jesu mitzugehen, der auch der Unsere ist! „Die Kar- und Ostertage laden dazu ein, das Leben und die Liebe zu feiern, die stärker ist als alles, was uns umgibt und gefangen hält, weil Gott sagt: „Ich will, dass du bist und lebst und liebst !", so Pfarrer Stefan Fleischmann.

Palmsonntag 2024
Palmsonntag 2024