Nebel wie am Weihetag

Marienkirche völlig eingenebelt
Die Marienkirche, erbaut auf der höchsten Erhebung des Frankenwaldes, war wieder einmal völlig eingenebelt. Nur ein kleiner Teil des Zwiebelturmes ist auf dem Foto sichtbar.
So ungefähr stellt sich der Autor des Berichtes, Bernhard Kuhn, den Weihetag dieses schönen Gotteshauses nach Hörensagen von seinem Heimatpfarrer Rudolf Unger vor. Dieser fand am letzten Sonntag im November des Jahres 1952 statt, als der damalige Erzbischof Joseph Otto Kolb die Marienkirche, das erste katholische Gotteshaus in Schwarzenbach am Wald konsekrierte. Das Bauvorhaben sei damals nicht leicht gewesen, hat Pfarrer Unger immer wieder erzählt, aber durch das Entgegenkommen des Erzbischöflichen Ordinariats, des Bonifatiusvereins, der Stadt Schwarzenbach und durch die Opferbereitschaft der damaligen Kuratiegemeinde, gelang das Werk. Doch die Zustimmung für den Bau eines Kirchturms war seinerzeit noch nicht ganz abgesegnet! Aber wie der bei allen beliebte Schwarzensteiner Pfarrer erzählte, war das Gotteshaus am Weihetag so eingenebelt, dass der Erzbischof, als er gekommen war, den Kirchturm nicht gesehen hat, so dass alles in Gottes Namen planmäßig seiner Bestimmung übergeben werden konnte. „Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land. Aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand. Gott wir loben dich! Gott wir preisen dich! O lass im Hause Dein uns all geborgen sein!“ (Joseph Mohr 1875)