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Maulwurfgeschichten - der Streit

Maulwurf Willi
Datum:
Veröffentlicht: 28.11.24
Von:
Stefan Fleischmann
Teil 14 - Maulwurfgeschichten werden 2025 als Buch erscheinen

„Du hast mir doch versprochen, dass wir im Herbst einziehen können!“, raunzt Fredi seinem Freund Willi an. „Alles ist vorbereitet: Zweige, Laub, Stroh, Tunnels, und vieles mehr.“ Sein Köpfchen ragt er dabei weit in die Höhe und verdreht seine Augen. Kurze Zeit sind alle wie erstarrt. Sie schauen sich gegenseitig vorwurfsvoll an: Willi, Fredi und Lissi.

„Ja, ich bin auch enttäuscht, sehr enttäuscht. Alles ist anders gekommen. Wir haben davon geträumt, dass jeder sein neues Zuhause im Herbst beziehen kann. Aber warum machst du mir solche Vorwürfe?“

„Du weisst doch immer alles besser, Willi“, entgegnete Fredi. Lissi wendet sich von beiden ein wenig ab. „Du hast immer die neusten Nachrichten, und jetzt so etwas! Wie konnte es nur soweit kommen? Hast du nichts bemerkt, dass hier etwas nicht stimmt?“ Fredi kocht vor Wut, so dass sein Köpfchen errötet.

Lissi ist dieser Streit sehr unangenehm. So kennt sie die beiden gar nicht. Sie überlegt und scharrt mit ihrer Pfote am Boden; dabei denkt sie auch an ihren Nachwuchs Lupi. Plötzlich schreit Lissi los: „Seid endlich still! Warum geht ihr so aufeinander los? Wir alle sind traurig und enttäuscht. Wir haben alle beobachten können, dass wochenlang kein Handwerker zu sehen ist. Wir alle haben hören können, wie sich Menschen darüber die Köpfe zerbrechen und Gedanken machen! Und jetzt tun wir alle so, als haben wir nichts davon gewusst!“

Lissi hat die ganze Sache auf den Punkt gebracht. Sie ist erleichtert, weil sie ausgesprochen hat, was sie denkt! Fredi und Willi zögern, reichen sich aber dann doch die Pfoten: „Entschuldigung!“ - „Ich war grob zu dir“, sagt Fredi. „Und ich habe dich zunächst nicht verstanden!“, fügt Willi hinzu.

„Und, was machen wir jetzt?“ fragt Lissi in die Runde.

Liebe Kinder,

Streit gehört zu unserem Leben. Willi und Fredi versöhnen sich und reichen sich die Pfote. Könnt ihr euch an einen Streit (in der KITA, Familie) erinnern? Und wie schön ist es, sich nachher wieder zu vertragen. Dabei gibt es ein Zauberwort: „Entschuldigung!“ Lissi fragt in die Runde „Und, was machen wir jetzt?“ Wie geht die Geschichte weiter?

Es grüßt Euch ganz herzlich

Euer Pfarrer