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Maulwurfgeschichten Teil 5: Willi im Gefängnis

Maulwurf Willi
Datum:
Veröffentlicht: 2.7.23
Von:
Pfarrer Stefan Fleischmann

Willi ist ganz stolz, denn er konnte bei der Grundsteinlegung dabei sein. Er hatte einen  wirklich guten Platz, um genau zu beobachten, was an diesem Vormittag geschah. Viele Kinder sind gekommen, um ein Segenslied zu singen und wertvolle Gegenstände in die  große Kupferkapsel zu legen: Gemalte Bilder, ein goldenes Kreuz und eine Tageszeitung, sogar einige Geldstücke.

Willi öffnet weit seine Augen, und  noch mehr seine Ohren, was jetzt passiert: Die Kapsel wird  mit einem Klebeband  fest  verschlossen und dann in das Mauerwerk gegeben. Danach wartet auf die Kinder eine besondere  Überraschung: eine Kugel Eis.  

Willi schüttelt sich: „Puuuuuh, Eis?!  -  Nein danke.“ Dabei streckt er sein Bäuchlein etwas nach vorne; denn insgeheim  denkt Willi schon wieder an  seine Lieblingsspeise,  wie Schnecken und Regenwürmer. 

Schnell flitzt er zum Erdloch, um darin zu verschwinden. Doch  Lissi sitzt  einfach vor seiner Nase:  „Wir wollten doch heute Versteckspielen!“, meint die Katze.  „Wohl vergessen?“

Willi streckt seinen Kopf weit in die Höhe: „Ich verstecke mich. Und du wirst mich nie finden!“

Willi hat eine Idee!

„1, 2, 3, 4, 5, 6, ....“ Und sogleich  flitzt Willi  los. „8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20.“

„Ich komme!“ Lissi schaut sich um: „Niemand mehr zu sehen. Wo könnte sich Willi versteckt haben?“

Lissi  überlegt. Sie schleicht ganz langsam an der Mauer entlang. Plötzlich  springt sie hoch - in die Fensteröffnung.
Hier oben hat Lissi den besten Überblick. Sie schaut nach unten. Und sie schaut nach rechts und nach links. Aber von Willi keine Spur: „Wo mag Willi wohl sein?“

„Peng. Klack, klack, klack“. „Was war das?“ Plötzlich ist es stockfinster. Willi bekommt große Angst: Sein Herz pocht bis zum Hals!
„Die Bauleute haben mich eingesperrt!“ Willi verkriecht sich in die Ecke: „Ich bin gefangen!“  Er zittert  am ganzen Körper.
„Ob mich Lissi hier im Bauwagen vermutet? Wird sie mich finden?“

Liebe Kinder,

Willi hat Angst und ist allein. Was kann er jetzt tun?

Findet er neuen Mut? Erzählt die Geschichte weiter!

Ich wünsche Euch, dass Ihr immer daran denkt: „Gott ist bei mir. Er beschützt mich!“

Euer Pfarrer