Kirchentür seit 60 Jahren nicht mehr geöffnet

Die Eingangstüren der katholischen Pfarrkirche "Maria- Königin des Friedens" in Bad Steben erhielten eine Innensanierung. Dabei wurde eine der drei zweiflügeligen Eingangstüren nach 60 Jahren wieder geöffnet.
"Es ist so ähnlich wie mit der Heiligen Pforte in Rom", schmunzelt Dekan Andreas Seliger. "Diese bleibt auch immer für mehrere Jahre verschlossen!" Zu dieser Türöffnung in der katholischen Pfarrkirche kam es, da zur Zeit der Eingangsbereich renoviert wird. Dazu gehört der Einbau neuer Beleuchtung mit LED, der Austausch von kaputten Bodenfliesen und als Abschluss Malerarbeiten. Im Zuge dieser Maßnahme erhielten auch die drei zweiflügeligen Eingangstüren eine Sanierung, einhergehend mit dem Einbau von Panikschlössern, so dass die Türen von innen immer aufgehen, auch wenn die Kirche abgeschlossen ist. Die Ursprungstüren bleiben erhalten, lediglich auf den Innenseiten finden Sanierungsarbeiten statt, sodass sich am äußerlichen Erscheinungsbild nichts ändert. Es wird die alte Beplankung demontiert, neue Schlösser werden eingesetzt und angepasst. Auch neue Beplankung mit Eichenbrettern und das Montieren der Gestänge der Panikschlösser gehören zu diesem Sanierungskonzept. Zudem kommt an die Unterseiten der Türen ein Feuchtigkeitsschutz, sowie der Einbau elektrischer Ver- und Entriegelungen für die Türen. Die Schreinerei Fischer aus Selbitz-Neuhaus ist zur Zeit mit drei Mitarbeitern vor Ort und übernimmt die Gewerke.
Die Investitionssumme beträgt rund 40.000 Euro. Die Pfarrei erhält einen Zuschuss von 25.000 Euro von der Erzbischöflichen Bauabteilung. Dekan Andreas Seliger wirbt zugleich um finanzielle Unterstützung durch Spenden zum Eigenanteil. „Die Pfarrgemeinde ist aber sehr aktiv", freut sich der Dekan, und erinnerte beispielsweise an den Flohmarkt zur Bad Stebener Herbstkirchweih!" So wird alles einen guten Abschluss finden.