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Hochamt zu Ehren der Bistumsheiligen Kunigunde

Hochamt Kunigunde 2024
Datum:
Veröffentlicht: 6.3.24
Von:
Bernhard Kuhn

Neben den heiligen Frauen und Männern des Allgemeinen Heiligenkalenders gedenkt die Kirche von Bamberg besonders auch der Heiligen, die einen besonderen Bezug zur Geschichte des Erzbistums Bamberg haben, so am 3. März der Bistumspatronin, der heiligen Kunigunde, der Gemahlin Kaiser Heinrichs II. Aus diesem Anlass zelebrierte Dekan Andreas Seliger zu Ehren dieser beliebten Heiligen in der Stadtpfarrkirche „Verklärung Christi“ in Naila ein feierliches Hochamt.

Die wunderbare musikalische Umrahmung des Gottesdienstes übernahmen Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer und seine Tochter Lea mit Solobeiträgen für Stimme und Orgel, darunter „Verbum supernum prodiens“ von Josef Gabriel Reinberger, „Kommt Seelen dieser Tag“ und „Die bittere Leidenszeit“ von Johann Sebastian Bach. Zum Ein und Auszug interpretierte der Dekanatskantor zwei Werke des aus der Oberfpalz stammenden Komponisten der Romantik, Max Reger. Als Ordinarium erklang im Wechsel mit der Gemeinde die Missa Mundi. Ein musikalisches Geschenk für die Heilige und für die Gottesdienstbesucher.

Die heilige Kunigunde war gerecht und fürsorglich und „ihrem Bamberg“ derart zugetan, dass sie sich persönlich um den Baufortschritt beim Aufbau der Kirchenlandschaft des Bischofsitzes kümmerte, heißt es in einer Beschreibung. Als gerechte und fromme Frau wurde Kunigunde auch in ihrer Zeit als Nonne im Kloster Kaufungen charakterisiert.  Sie hatte sich nach Heinrichs Tod im Jahr 1024 in das Kloster zurückgezogen. Hier ist sie die strenge und konsequente „Kloster-Kaiserin“, die trotz ihrer offiziell niedrigen Stellung in der klösterlichen Hierarchie genau darauf achtgibt, dass die Äbtissin Uta die Klosterregeln befolgt!

Die Tatsache, dass Heinrich II. mehr als 50 Jahre vor Kunigunde zur Ehre der Altäre erhoben worden war, sagt nichts über die Beliebtheit Kunigundes als Heilige, besonders in Bamberg aus – ganz im Gegenteil: Bis heute ist Kunigundes Popularität als Heilige ungleich höher als diejenige ihres Ehemanns.

Im Bamberger Diözesanteil des Gotteslobes heißt es beim Lied „Ihr Heiligen beim Herrn verklärt“, das Dr. Ludger Stühlmeyer ebenfalls auf der Orgel ertönen lies: „St. Kunigunde edle Frau, in Gnaden auf uns niederschau. Nimm unser Land in deine Hut, dass Gottes Segen auf ihm ruht. Hilf uns in diesem Erdental, dass wir durch Gottes Gnad und Wahl zum Himmel kommen allzumal“.

Hochamt Kunigunde 2024