Große Freude über den Besuch des Erzbischofs


Hofer Land – Naila: Alle Abendgottesdienste des Hofer Lands wurden zum Hochfest der „Verkündigung des Herrn“ – auch als „Maria Verkündigung“ bekannt- abgesagt um der Einladung zu folgen in die Stadtpfarrkirche „Verklärung Christi“nach Naila zu kommen. Denn ein hoher Gast wurde erwartet. Erzbischof Herwig Gössl, der zwar im Seelsorgebereich schon lange kein Unbekannter ist, hat jetzt als neuer Oberhirte der Erzdiözese Bamberg mit den Gläubigen des „Hofer Landes“ dieses Hochfest gefeiert.
Dekan Andreas Seliger begrüßte den Bischof auf das Herzlichste und freute sich über sein Kommen. Er begrüßte außerdem die zahlreichen Gottesdienstbesucher, darunter den Ersten Bürgermeister der Stadt Naila und stellvertretender Landrat Frank Stumpf, Landrat Dr. Oliver Bär, den CSU- Ortsvorsitzenden von Naila und Kreisvorsitzenden Paul- Bernhard Wagner , und nicht zuletzt seine Mitbrüder Leitenden Pfarrer Stefan Fleischmann, seinen Stellvertreter Dr. Dieter Jung, Pfarrvikar Holger Fiedler und Diakon Robert Körber. Für die musikalische Gestaltung des Pontifikalamtes hatten der neu gegründete Kirchenchor der Pfarrei Verklärung Christi Naila, in dem sich einige erfahrene Sängerinnen und Sänger des vormaligen Chores und viele junge Menschen, die sich für das Aufblühen des geistlichen Lebens in der Pfarrei engagieren einige klangschöne Chorwerke vorbereitet. Begleitet von Dekanatskantor Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer, der in gewohnt festlicher Weise die ganze Bandbreite der schönen Nailaer Orgel erklingen ließ, brachte der Chor das Ave Mari von Edward Elgar und mehrstimmige Chorsätze zum Tantum Ergo und über den Choral „Schönster Herr Jesu“ zu Gehör. Chorleiter Adrian Marinissen übernahm zudem mit wohlklingender Stimme den Kantorendienst bei den lateinischen Ordinariumsgesängen, die die Gemeinde in Naila in so vorbildlicher Weise beherrscht.
Erzbischof Herwig Gössl legte in einer freien, aus gläubigem Herzen kommenden Predigt die Schrifttexte zum Hochfest der Verkündigung des Herrn für die Gläubigen aus. „Erst einmal klingt es bescheiden, wenn Ahas sich weigert, etwas vom Herrn zu erbitten“, sagte Gössl im Bezug auf den Propheten Jesaja, bemerkte aber, dass bei näherer Betrachtung durch das Verhalten des Königs von Israel deutlich wird, dass er seine Hoffnung nicht auf Gott setzen will. Auf Gott hoffen zu dürfen, zu wissen, dass er unsere Freude, unserer Hoffnung, unsere Stärke und unser Licht ist, zeichnet uns Christen aber aus. Dies sei dem Erzbischof auch bei der Pastoralkonferenz am Vormittag deutlich geworden. Er freute sich, dass sie trotz aller Schwierigkeiten, mit denen die Kirche heute ohne Zweifel zu kämpfen hat, immer wieder auch von Zeichen der Hoffnung sprachen. „Natürlich müssen wir auch über die Probleme sprechen“, so Erzbischof Herwig, „das befreit. Vor allem aber müssen wir uns auf die Hoffnung konzentrieren, die uns in Jesus Christus geschenkt ist.“
Am Schluß des Pontifikalamtes wurde der hohe Gast aus Bamberg gebeten sich ins Goldene Buch der Stadt Naila einzutragen. Nach diesem wunderbaren „Gottesdienst der Freude“ konnten sich die Gläubigen reich beschenkt auf den Heimweg begeben.
Bernhard Kuhn
Foto1: Pontifikalhochamt mit Erzbischof Herwig Gössl v.l. Pfarrvikar Holger Fiedler, Dekan Andreas Seliger, Diakon Robert Körber, Erzbischof Herwig Gössl, Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann, Pfarradministrator Dr. Dieter Jung.
Foto 2: Foto : Erzbischof Herwig Gössl trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Naila ein. v.l. CSU- Ortsvorsitzender von Naila und Kreisvorsitzender Hofer Land Paul-Bernhard Wagner, Erster Bürgermeister Frank Stumpf, Erzbischof Herwig Gössl, Dekan Andreas Seliger, Landrat Dr.Oliver Bär