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Große Freude über den Besuch des Erzbischofs

Erzbischof in Schwarzenstein
Datum:
Veröffentlicht: 7.4.22
Von:
Bernhard Kuhn
Pastoralbesuch des Erzbischofs Dr. Ludwig Schick in St. Josef- Schwarzenstein
Erzbischof in Schwarzenstein

In der Erzdiözese Bamberg gibt es 360 Pfarreien, 220 Filialgemeinden, Kirchen und Kapellen. Es gehört zu den bischöflichen Aufgaben die Gemeinden zu besuchen. Mindestens 730 der über 800 Kirchen und Kapellen hat der Bamberger Oberhirte Erzbischof Dr. Ludwig Schick mindestens schon einmal besucht, die Pfarrkirchen auch schon mehrmals. Nun hat er zusammen mit Dekan Andreas Seliger und den Gläubigen des Altlandkreises Naila in der schönen St. Josefskirche zu Schwarzenstein Eucharistie gefeiert.

Mit dem dezent stimulanten Eingangslied von Klaus Heizmann nach Psalm 62 „Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Mich hält deine starke Hand. Auch im dunklen Tal der Angst bist du da und schenkst Geborgenheit“ begann nach dem liturgischen Einzug mit dem Erzbischof der Gottesdienst vom "Dienstag der 5. Fastenwoche". In seiner Begrüßung drückt Dekan Andreas Seliger seine, und die Freude der Pfarrgemeinde über dessen Besuch aus und überreicht als Geschenk 12 Rosenkränze, die die Pfarrangehörige Klaudia Bodenschatz für den Bischof mit Liebe geknüpft hatte. Außerdem bekam er als „Wegverzehr auf den weiten Weg nach Bamberg“ einen kleinen Korb „frankenwäldlerischer Spezialitäten“ und die Kollekte in Höhe von 400 € war für seine caritativen Aufgaben bestimmt. Der Erzbischof schmunzelte , das er schon vorher beschenkt werde, ohne noch etwas dafür getan zu haben. Pfarreibesuche hätten den Sinn zu danken, den Glauben zu feiern, zu schauen wie es in der Gemeinde läuft und vor allem das Glaubensleben zu stärken, betonte Ludwig Schick zu Beginn seiner ermutigenden und zu Herzen gehenden Ansprache. Er dankte dem Priester Andreas Seliger, der seit 10 Jahren als Pfarrer die Seelsorge hier in diesem Bereich wahrnehme. Weiter dankte er den kirchlichen Gremien und liturgischen Diensten. „Kirche sind wir alle, alle gemeinsam.“, sagte der Erzbischof. „Kirche ist dann lebendig und aktiv, wenn möglichst viele mitwirken. Und das ist in Schwarzenstein der Fall! Dafür herzlichen Dank, Anerkennung und die große Bitte, alles Gute weiterzuführen!“ Die Kirche Jesu Christi sei gerade in unserer Zeit und für unsere Zukunft unbedingt wichtig, fuhr der Erzbischof fort und kam auch auf die schweren Verfehlungen zu sprechen. „In der Kirche gab es schwere Verfehlungen, es gibt Missstände, Versagen und Schuld vor allem von Führungskräften und Vertrauenspersonen wie Pfarrern, auch Bischöfen.“ Das müsse aufgearbeitet werden. Den Betroffenen müsse Gerechtigkeit zukommen, und die Täter müssten bestraft werden, die ganze Wahrheit müsse dabei ans Licht, betonte der Oberhirte, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass die ganze Wahrheit auch sage, dass die allermeisten in der Kirche gut gelebt und Gutes gewirkt hätten. Sie hätten die Frohe Botschaft verkündet in den Predigten, in der Kommunion- und Firmvorbereitung, in den Schulen. Sie hätten die Sakramente gespendet und die Gottesdienste in Freud und Leid gefeiert. Sie hätten durch Seelsorge, Jugend- und Seniorenarbeit, durch Kindergarten und Ehrenamt zum Gemeinwohl beigetragen. „Und das müsse weitergehen, andernfalls verarme unsere Gesellschaft und die ganze Welt!“, so Erzbischof Ludwig Schick. „Wozu ist Kirche da?“, fragt der Bischof weiter. Die Lesung aus dem Buch Numeri (Num 21,4-9) und der Ausschnitt aus dem Johannesevangelium (Joh 3,13-17) geben die Antworten, damit der erhöhte Jesus Christus uns vor Augen bleibt, und wir bei der Versöhnung und Rettung der Welt mitwirken. Die Lesung aus dem Buch Numeri erzählt, wie die eherne Schlange am aufgerichteten Stab das Volk heilt und rettet, das von der Schlange gebissen wurde. Und diese Erfahrung beziehe Jesus auf sich. Er, der am Kreuz erhöht ist, ist Rettung und Heil. Der heilige Konrad von Parzham habe einmal gesagt: „Das Kreuz ist mein Buch.“ „Im Blick auf das Kreuz empfangen wir Heil und Leben. Mit Jesus können auch wir zur Versöhnung und Vergebung bereit werden und zum Frieden beitragen!“ schoss der Erzbischof seine wertvollen Ausführungen. Nach dem Pontifikalgottesdienst gab es im Kirchenvorraum für die Gottesdienstbesucher die Gelegenheit bei Mineralwasser und Salzgebäck mit dem Bamberger Oberhirten ins Gespräch zu kommen. Dabei konnte der hohe Gast aus Bamberg von den Pfarreiangehörigen noch etwas über die jüngsten Akivitäten erfahren, die im ehemaligen Seelsorgebereich "Verkündigung Christi" für eine „lebendige Kirche“ stehen. So wurde zum Beispiel vor kurzem für junge Leute ein mehrtägiges Seminar angeboten: „Die Theologie des Leibes“ von Papst Johannes Paul II. Und jetzt in der Fastenzeit hatte Dekan Andreas Seliger, der auch selbst eine Fastenpredigt gehalten hatte, jede Woche eine(n) namhafte(n) Referent(in)en eingeladen wie Pastor Dr. Jürgen Kämpf, Dr. Barbara Stühlmeyer, Pfarrer Christian Stadtmüller, Horst Washausen und Prof. DDr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz die alle im Rahmen dieser Predigtreihe hochinteressante Referate hielten. Es geschieht viel in unseren Kirchen, und versorgt mit diesen guten Eindrücken konnten der Erzbischof und sein Fahrer wieder die Heimreise nach Bamberg antreten.

Erzbischof in Schwarzenstein
Erzbischof in Schwarzenstein
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