Gott allein genügt

Theresia wurde 1515 in Avila geboren. Sie wuchs in der Zeit des Humanismus und der Renaissance auf und lernte Lesen und Schreiben. Mit 19 Jahren trat sie in den Orden der Karmelitinnen ein. Durch ihre Visionen erkannte sie ihre Bestimmung. Sie wollte das Ordensleben reformieren. Sie schöpfte Kraft aus dem „Inneren Gebet“. Hierüber sagte Theresia: „Hier gibt es nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen. Denn meiner Meinung nach ist inneres Beten nichts anderes als Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt.“ (Buch meines Lebens) Drei Stufen des Gebetes lehrte sie ihren Ordensschwestern. „Ich will nur drei Punkte ausführlicher erklären … Der erste ist die gegenseitige Liebe, ein weiterer das Loslassen alles Geschaffenen, und noch ein weiterer wahre Demut, die der wichtigste ist und alle anderen umfasst, auch wenn ich sie an letzter Stelle nenne.“ (Weg der Vollkommenheit 6,1)
Theresia von Jesus starb 1582. Von Papst Paul VI. wurde sie 1970 zusammen mit der Heiligen Katharina von Siena zur Kirchenlehrerin erhoben.
Sie wird als Ordensgründerin, Mystikerin und Kirchenlehrerin verehrt.
Ihr bekanntestes Gebet ist
Nichts soll dich ängstigen,
nichts dich erschrecken,
alles vergeht,
Gott bleibt derselbe.
Geduld erlangt alles;
wer Gott hat, dem fehlt nichts.
Gott nur genügt.
Weitere Informationen über die Heilige Theresia finden Sie hier: Theresa von Ávila „die Große” - Ökumenisches Heiligenlexikon