Gedanken zur Weihnacht

Menschen, die ihr war't verloren, Lebet auf, erfreuet euch! Euch ist Gottes Sohn geboren,heut ward er den Menschen gleich.
KV : Laß uns vor ihm niederfallen, Ihm soll unser Dank erschallen:Ehre sei Gott! Ehre sei Gott! Ehre sei Gott in der Höh'!
Welche Wunder reich an Segen. Stellt uns dies Geheimnis dar! Seht, der kann sich selbst nicht regen durch den Alles ist und war.
Menschen! lieb't, o lieb't ihn wieder, und vergeßt der Liebe nie! Sing't mit Andacht Dankes-Lieder, und vertrau't, er höret sie. (Christoph Bernhard Verspoell 1810 )
Weihnachten ist noch nicht die Erfüllung. Das Fest der Liebe nicht das Ziel. Frieden und Freude von den Engeln auf dem Felde versprochen. Wo seh ich sie? Friede auf Erden. Haben die Nachrichten das vergessen? Das Engelswort damals in der heiligen Nacht? Als der Sohn Gottes unter Schmerzen geboren wurde in der nicht so stillen Nacht?
So schreibt die Künstlerin und Autorin Joni Eareckson Tada in einem ihrer Andachtsbücher. „Ich sehe in diese Welt. Nein, ich muss nicht in das hungernde Afrika oder das kriegszerstörte Syrien schauen vor meiner Tür lebt die Leere, die Hoffnungslosigkeit, der Streit und die Unversöhnlichkeit, die Trauer und der Tod, die Verzweiflung und der Kampf. Ich begegne diesen Menschen hier tagtäglich weit entfernt von Freude und Frieden Hoffnung und Licht. Ich seh in ihre Gesichter frag mich manchmal, wie man überhaupt so leben kann arm und einsam, krank und ohne Aussicht auf Besserung ausgestoßen wegen einer Behinderung ohne Arbeit ohne Sinn. Ohne ... Hoffnung“.
Christmas is still a promise? Heute? Die große Verheißung der Heiligen Nacht?
Doch! Es ist EIN KIND! Ja, ein Kind, das in die Schutzlosigkeit dieser Welt hineingeboren wird! Es ist damit all den Menschen nahe, die in einer großen Unsicherheit leben; die ihr Obdach verloren haben und nicht wissen, wie sie die nächsten Tage überleben sollen. Doch es gibt Menschen, die nicht gleichgültig zusehen und am Leid vorbeigehen. Es gibt Menschen, die von ihrer Herzenswärme heraus gar nicht anders können als einzugreifen, anzupacken und aktiv zu helfen die Not zu lindern. Solche Menschen sind ein Geschenk des Himmels! Ich bin sehr dankbar zwei solcher Persönlichkeiten zu meinem Freundeskreis zählen zu dürfen: Stephan und Georg aus Berlin. Sie sorgen zum Beipiel für Wärme in der Winterkälte. Stephan bringt obdachlosen Menschen in Berlin-Wilmersdorf seit Jahren jeden Tag Essen, Trinken und medizinische Versorgung. 32 Liter Suppe und 11 Liter Kaffee – das ist zum Beispiel die Bilanz einer Radtour, die Stephan täglich durch Berlin-Wilmersdorf macht. Wie jeden Tag hat er Thermoskannen, Schlafsäcke, Lebensmittel und Hygieneartikel auf seinen Fahrradanhänger geladen. Dann fährt er all jene Orte in der Nachbarschaft ab, an denen es kaum oder wenig städtische Angebote für Obdachlose gibt. Stephan sieht die Menschen. Er sieht ihre strahlenden Augen. Er sieht ihre dankbaren Gesichter! Er sieht sie! Das ist nur e i n Beispiel von Vielen!
Ja, CHRISTMAS IS STILL A PROMISE! Das Kind in der Krippe ist auch den Menschen nahe, die marginalisiert sind aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion ihres sozialen Standes .Das ist leider der krasse Gegenentwurf zu unseren Vorstellungen von Weihnachten in denen es warm und gemütlich ist und in denen wir alle friedlich vor einem Festessen sitzen.
Doch: CHRISTMAS IS STILL A PROMISE! Weihnachten ist immer noch ein Versprechen. Ich wünsche uns allen die Erfahrung der tragenden Liebe Gottes. Die Erfahrung seines unbedingten Beziehungsangebotes an uns, weil ER MIT UNS leben will.
Ihr Bernhard Kuhn, ehrenamtlicher Mitarbeiter im SSB Hofer-Land
Menschen! lieb't, o lieb't ihn wieder, und vergeßt der Liebe nie! Sing't mit Andacht Dankes-Lieder, und vertrau't, er höret sie.
Laß uns vor ihm niederfallen, Ihm soll unser Dank erschallen:Ehre sei Gott! Ehre sei Gott! Ehre sei Gott in der Höh'!
