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Gebetsnacht für Geistliche Berufe in Oberkotzau

Gebetsnacht Oberkotzau 2024
Datum:
Veröffentlicht: 26.4.24
Von:
Bernhard Kuhn

Der Weltgebetstag um geistliche Berufungen lädt uns jedes Jahr dazu ein, über das kostbare Geschenk des Rufs nachzudenken, den der Herr an einen jeden von uns richtet, an sein gläubiges Volk, das sich auf dem Weg befindet, damit wir an seinem Plan der Liebe teilhaben und die Schönheit des Evangeliums in den verschiedenen Lebensständen Gestalt annehmen lassen können.

Diese Botschaft hat kürzlich Papst Franziskus zum diesjährigen Weltgebetstag für Geistliche Berufe formuliert. Für die Eucharistinerinnen in Oberkotzau ist es seit vielen Jahren ein großes Anliegen in einer Gebetsnacht für Geistliche Berufungen zu beten. Eröffnet wurde diese Gebetsnacht mit einer Anbetungsstunde von den Beauftragten für Geistliche Berufungen im Dekanat Hof Sr. Maria Feist und ihren beiden Stellvertretern Ursula Wiggers und Bernhard Kuhn. Die Gestaltung dieser Stunde, die musikalisch mit Orgelklängen von Sr. Margareta umrahmt war, hatte dieses Jahr Bernhard Kuhn zusammen mit Ursula Wiggers übernommen. Bernhard Kuhn bezog sich auf einen Leitgedanken von Papst Benedikt, den dieser beim Weltjugendtag 2005 in Köln an alle Jugendlichen in der Welt richtete: „Das lateinische Wort für Anbetung heißt „ad-oratio“ –Berührung von Mund zu Mund, Kuss, Umarmung und so im Tiefsten Liebe!“, so Papst Benedikt. Anbetung ist also ein sehr persönliches, intimes Geschehen, bei dem Gott und Mensch einander begegnen und sich tief in die Augen schauen.  Auf den göttlichen Ruf zu hören, ist keineswegs eine von außen auferlegte Pflicht, vielleicht im Namen eines religiösen Ideals, es ist vielmehr der sicherste Weg, den wir haben, um die Sehnsucht nach Glück zu nähren, die wir in uns tragen. In einem Gebet des heiligen Papstes Paul VI. heißt es: Jesus, göttlicher Hirt, du hast die Apostel berufen und zu Menschenfischern gemacht. Rufe auch heute junge Menschen in deine Nachfolge und in deinen Dienst! Lass sie getreu ihrer Berufung am Aufbau deines geheimnisvollen Leibes mitarbeiten und so deine Sendung fortsetzen. Mach sie zum Salz der Erde und zum Licht der Welt. Und ferner heißt es: Gib Herr, dass auch viele Frauen und Mädchen ebenso entschlossen dem Ruf deiner Liebe zu folgen. Wecke in ihren Herzen das Verlangen, vollkommen nach dem Geist des Evangeliums zu leben und sich selbstlos hinzugeben im Dienst an der Kirche. Lass sie bereit sein für alle Menschen, die ihrer helfenden Hand und ihrer barmherzigen Liebe bedürfen. In diesem Anliegen wurde im Seelsorgebereich „Hofer Land“, besonders in der Pfarrei „St. Antonius“ in Oberkotzau 24 Stunden gebetet. Lassen wir uns in der Anbetung vom Herrn anschauen, lassen wir uns von seinem liebenden Blick treffen und antworten wir ihm in Gebet, Schweigen und Heiligen Zeichen.