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„Fürchte dich nicht!“

Engel
Datum:
Veröffentlicht: 15.12.23
Von:
PV Sebastian Schiller
Mit großen Schritten gehen wir auf das Weihnachtsfest zu. Für die einen ist es eine Freude, auf die sie schon lange warten. Für andere dagegen kann dieses Fest gar nicht schnell genug vorbeigehen.

Mit großen Schritten gehen wir auf das Weihnachtsfest zu. Für die einen ist es eine Freude, auf die sie schon lange warten. Eines der Highlights im ganzen Jahr. Viele Menschen bringen Weihnachten mit den Begriffen Familie, Freude und Kindheitserinnerungen in Verbindung. Für andere dagegen kann dieses Fest gar nicht schnell genug vorbeigehen. Das hat unterschiedliche Gründe. Vielleicht stehen für sie gerade andere Dinge im Vordergrund, die sie im Leben beschäftigen. Da kann man nicht einfach auf Jubel, Trubel, Heiterkeit und Harmonie umschalten. Vielleicht ist es auch der Kommerz und die Oberflächlichkeit, die sie in den letzten Jahrzehnten in der Advents- und Weihnachtszeit nachdenklich werden lassen.

Am Anfang der Geschichte, die uns die Bibel über die Weihnachtsereignisse erzählt, geht es aber weder um das frohe Familienfest und die leuchtenden Kinderaugen, noch um den leuchtenden Trubel, der die Kassen klingeln lässt.

„Fürchte dich nicht!“, sagte der Engel damals zu Maria, als er ihr verkündet, dass sie ein Kind bekommen wird. „Fürchte dich nicht!“, sagten die Engel zu den Hirten und zu den Weisen. Denn eigentlich ist es zum Fürchten, was damals in Bethlehem vor den Toren von Jerusalem passiert ist. Ohne richtiges Dach über dem Kopf, ohne Unterstützung durch Medizin oder Familienangehörige müssen Maria und Josef damals ihr Kind zur Welt bringen. Mitten in eine unsichere Welt hinein. In diese Situation können wir uns mit unserem Leben gut hineinversetzen. Auch wir haben an vielen Stellen unseres Lebens das Gefühl, in einem unvorhersehbaren Strudel von Unsicherheit zu leben.

Die Engel, die in der Weihnachtsgeschichte erscheinen, machen uns mit ihrem Ruf auf etwas aufmerksam. Maria und Josef sind damals gar nicht allein. Sie müssen nicht alles mit eigener Kraft hinbekommen. Gott zeigt durch diese Geburt: Mir sind die Menschen wichtig. Durch Jesus bringt Gott neue Hoffnung in unsere oft allzu menschliche Welt.

Deshalb ist Weihnachten mehr als ein Familienfest, mehr als ein Tag der oberflächlichen Harmonie. An Weihnachten sagt Gott zu uns: „Fürchte dich nicht.“

Für uns heutige Menschen gibt es nicht mehr viele Orte, an denen das zu uns gesagt wird. Meistens liegt der Fokus in unserer Welt eher auf dem Drama, auf der Angst auf dem Defizit. Das Weihnachtsfest erinnert uns daran, dass das alles, was wir Tag für Tag hören, was wir sehen und oft auch erleben nur eine Seite der Medaille ist.

Wir müssen nicht alles allein hinbekommen. Auch in den verfahrensten Situationen will Gott uns mit seinem Licht eine neue Perspektive eröffnen.

Vielleicht ist Weihnachten für viele Menschen genau deshalb eines der Highlights im ganzen Jahr. Der Alltag wird für einen Moment ein wenig ausgeblendet. Positive Emotionen stehen im Vordergrund. Erinnerungen an die unbeschwerte Weihnachtsfreude als Kind. Erinnerungen an liebe Menschen, mit denen man frohe Stunden verbracht hat.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und auch den ein oder anderen Moment, der ihnen in diesen Weihnachtstagen sagt: „Fürchte dich nicht!“