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Froher Gottesdienst in der „Frankenhöhe“

Fasching
Datum:
Veröffentlicht: 25.2.25
Von:
Bernhard Kuhn

Langenbach (Hofer Land): Die Faschingszeit ist eine fröhliche, ausgelassene Zeit. Die Menschen verkleiden sich, wollen einmal jemand anderes sein. Sie tragen Masken. Das war auch für Wortgottesdienstleiter Bernhard Kuhn ein Anstoß um mal einen „etwas anderen“ Gottesdienst mit den lieben Seniorinnen und Senioren der „Frankenhöhe“ zu feiern. Fröhlich sein, miteinander beten, singen, und auch mal laut zu lachen. Passt dies zu einem Gottesdienst? Ganz sicher!!

Singt, lacht, seid fröhlich, diese Aufforderung kann man vor allem in den Psalmen immer wieder hören. Und wenn wir auf das Leben Jesu schauen, war er auch kein griesgrämiger Mensch. Im Gegenteil, Jesus hat gerne mit den Menschen gefeiert. „Noch heute will ich bei dir zu Tische sitzen“, sagt er zum Zöllner Zachäus. Er erzählt vom barmherzigen Vater, der aus Freude über die Rückkehr seines Sohnes ein Fest feiert. Und viele weitere Stellen lesen wir in unserem Buch der Bücher. Warum sollte man dann die Seniorinnen und Senioren nicht mal mit einer „heiteren Ansprache“ erfreuen, wo sie in ihren Alltag vergessen und auch mal lachen können?

Bernhard Kuhn, selbst auch kein Jugendlicher mehr, dachte über ein Thema nach, das hoffentlich alle betrifft, nämlich das „Altwerden“. Da wirft sich vielleicht die Frage auf: „Ist Altwerden etwas, das wir erhoffen?“ „ Natürlich ist es das!, betonte der Redner, „denn niemand will jung sterben, und alt werden ist das einzige Mittel, das man bisher gefunden hat, um lange zu leben“ Am Geburtstag erinnern wir uns: „Schon wieder ein Jahr älter!“ und fragen uns insgeheim: Wie viele Jahre werden’s noch sein ?“ Dazu rezitierte Bernhard Kuhn Wilhelm Busch, einen Großmeister des Humors. Dieser schildert wie sich die Menschheit durch die Jahrzehnte „hindurch hofft!“

Das große Glück, noch klein zu sein,‘ sieht mancher Mensch als Kind nicht ein und möchte, dass er ungefähr so 16 oder 17 wär‘. Doch schon mit 18 denkt er: „Halt!‘ Wer über 20 ist, ist alt.“ Und so ging es mit gereimten Versen durch die ganzen Jahrzehnte. Und bei 80 Jahren heißt es dann: „Wer dann die 80 biblisch überlebt, zielsicher auf die 90 strebt. Dort angelangt, sucht er geschwind nach Freunden, die noch älter sind. Doch hat die Mitte 90 man erreicht– die Jahre, wo einen nichts mehr wundert -,denkt man mitunter: „Na – vielleicht schaffst du mit Gottes Hilfe auch die 100!“ Der Wortgottesdienstleiter hatte noch weitere Dichter rezitiert, die sich auf humorvolle Weise mit dem „Alter“ befassten, und wurde immer wieder von den interessierten Seniorinnen und Senioren durch lautes Lachen, das er sich oft selbst nicht verkneifen konnte, unterbrochen. Am Schluss des Gottesdienstes sagte so manche Seniorin, mancher Senior zu ihm „Das war heute schön!“ Ein Lob, das auch mal guttut!.

Der Wortgottesdienstleiter bedankte sich bei allen Mitfeiernden, insbesondere beim Diplom- Kirchenmusiker Christian Bauer, der am Klavier den Gottesdienst mit schwungvollen, fröhlichen Liedern wie „Unser Leben sei ein Fest“, „Fröhlich lasst uns Gott lobsingen“ oder „Erfreue dich Himmel“ und anderen musikalisch umrahmt hatte. Nach dem Schlusslied, einen Gruß an die Himmelskönigin, stimmten alle mit ein als es geheißen hat: „Schau die bunten Sterne am Firmament hier stehn. Ach ich blieb so gerne, doch leider muss ich gehen! So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergehen!“

Miteinander feiern, singen und lachen, das verbindet, das bringt Sonne in die Herzen der Senioren. Miteinander zur Ehre Gottes feiern, singen und lachen ist ganz bestimmt doppeltes Gebet.