Friedens- und Versöhnungswallfahrt nach Maria Kulm

Im Rahmen des 72. Sudetendeutschen Tags in Hof fand abschließend am Pfingstmontag eine Friedens- und Versöhnungswallfahrt nach Maria Kulm statt.
Mit zwei Shuttle-Bussen fuhren ca. 100 Teilnehmer des Sudetendeutschen Tags von Hof nach Maria Kulm, wo in der Wallfahrtskirche „Mariae Himmelfahrt und Maria Magdalena“ ein Festgottesdienst stattfand, die Probst Milan Kučera zusammen mit Monsignore Dieter Olbrich, dem Präses der sudetendeutschen Katholiken und mit Pater Martin Leitküp aus Ellwangen, früher Prag, zelebrierte. Viele sudetendeutsche Landsleute, darunter der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Dr. h.c. Bernd Posselt und der Landesvorsitzende Steffen Hörtler sind außerdem mit dem Auto gekommen, so dass die Wallfahrtskirche mit ca. 200 Wallfahrern voll besetzt war. Anfangs begrüßte Luis Andreas Hart, Vorstandsmitglied des Fördervereins Maria-Kulm und Sohn des Waldsassener Keramikwerk-Inhabers und Restaurationsförderer von Maria Loretto, Anton Hart, die sudetendeutsche Wallfahrergruppe. Er bedankte sich für den Besuch und gab Erklärungen über den Wallfahrtsort, den Ursprung, die Erbauung und den Werdegang der Kirche ab. Probst Milan Kučera ging in seiner Predigt auf die vielen Wallfahrer früherer Zeiten ein, die aus dem ganzen Egerland nach Maria-Kulm gepilgert waren. Er bedauerte die geringe Zahl der Katholiken, die heute noch in der Kulmer Umgebung wohnen. Deshalb freue er sich über jeden Besucher, der vom Heiligen Geist getrieben, zu diesem Gnadenort komme, ohne Lebensangst, sondern mit Mut und Zuversicht. Die heilige Messe wurde feierlich gestaltet von der bewährten Gartenberger Bunkerblasmusik unter der Leitung von Roland Hammerschmied. Auch hier wählte man die bei den Sudetendeutschen beliebte "Deutsche Messe" von Franz Schubert aus. Die Musikanten spielten dann aber während des Imbisses nach dem Gottesdienst, der auf dem Wiesengrundstück der Kirche war, mit „schmissigen Stücken“ auf. Es war ein sehr schönes Event in der alten Heimat.