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„Einfach mal DANKE sagen“

Erntedank Münchberg 2022
Datum:
Veröffentlicht: 2.10.22
Von:
Bernhard Kuhn

Erntedankgottesdienst in der „Heiligen Familie“

Alle, die eine „Lebendige Kirche“ wieder mal so richtig erleben wollten, waren beim Erntedankgottesdienst in der „Heilige Familie“ in Münchberg am richtigen Ort! Es war wirklich ein Gottesdienst, wo „Himmel und Erde sich berührten“, wie es in einem schönen Lied heißt.

Pfarrvikar Sebastian Schiller zelebrierte den Festgottesdienst, den er zusammen mit Gemeindereferentin Lisa-Maria Eberhard, Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hanni Reichelt, Renate Kick und Corinna Schneider vorbereitet hat. Corinna und Florian Schneider aus der Musikband „Eternal Light“ sorgten mit schwungvollen Weisen wie u.a. „Danke für diesen guten Morgen“, „Sing mit mir ein Halleluja“ oder „Wenn das Brot das wir teilen, als Rose blüht“ für die musikalische Umrahmung. „Einfach mal DANKE sagen“ so der Tenor, der sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst zog. „Erntedank ist unser Fest, an dem wir einmal ganz bewusst „Danke“ sagen dürfen, sagte der Zelebrant in seiner Begrüßung. Wofür man alles „Danke“ sagen kann, hatte sich Gemeindereferentin Lisa-Maria Eberhard mit ein paar Kindern überlegt. „Wir wollen Danke sagen für all das, was Gott uns alles schenkt, was er für uns blühen und wachsen lässt, woran wir uns erfreuen können.“ sagte die Gemeindereferentin. Eine große Sonnenblume schmückte den Altarraum. Diese wurde von einigen Kindern zusammengesetzt, und die Blätter haben die Kleinen jeweils mit einem Wort versehen, wofür wir Gott danken: zum Beispiel für die Sonne, für das Wasser, für Wolke, Obst, Brot für Tiere und für Blumen. „Alle guten Dinge kommen Gott von dir, dafür wollen wir nicht nur heute, sondern immer danken“, betete ein Kind. „Einfach mal danke sagen“, bekräftige Pfarrvikar Sebastian Schiller auch in seiner einfühlsamen, ermutigenden Predigt. Dabei sei es den meisten Menschen heuer gar nicht so nach „Danke sagen“ zu Mute, gab der Geistliche zu bedenken, denn zu viele offene Fragen stünden im Raum, zu viele Sorgen. Aber im Festevangelium heißt es „Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? ( Mt 6,25) „Und es sieht doch wirklich so aus,“ fuhr der Redner fort, „dass wir auch in diesem Jahr genug zu essen haben. Vielleicht wäre schon das ein erster Grund „Danke“ zu sagen“. Trotz vieler Ängste und Befürchtungen gäbe es aber noch viel mehr Gründe zu danken, z.B. für eine gute Freundschaft, ein positives Wort, einen schönen Tag mit der Familie oder was auch immer…! „Denn die Grundaussage des heutigen Evangeliums ist, dass Gott uns in allen Stürmen und an allen Sonnentagen unseres Lebens begleitet und nie verlässt!“, schloss Pfarrvikar Sebastian Schiller seine engagierte Predigt. Am Schluss dieses ansprechenden Festgottesdienstes segnete der Pfarrvikar die Erntegaben. In den Körben waren auch 40 Brote, die die Bäckerei Rossner aus Münchberg schon seit Jahren kostenlos für eine gute Sache zur Verfügung stellt. Die Brote werden nämlich an die Gottesdienstbesucher verkauft und der Erlös daraus geht an den „Münchberger Tisch“, einen Zusammenschluss von verschiedenen Trägern und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, der bedürftige Menschen unterstützt. Eine sehr edle Geste der Bäckerei! Mit dem Schlusslied „Geh unter Gottes Gnade, geh mit Gottes Segen, geh in seinem Frieden, was auch immer du tust!“ wurde die feierliche Handlung beendet.

Erntedank Münchberg 2022
Erntedank Münchberg 2022