„Ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“


Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der „Darstellung des Herrn", das vielerorts im Volksmund auch noch "Mariae Lichtmess" genannt. wird und am Tag darauf den Gedenktag des heiligen Blasius. In vielen Kirchen des Hofer-Lands fanden Festgottesgottesdienste statt, bei denen am Schluss auch schon der Blasiussegen erteilt wurde, so in Hof – St. Konrad. Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann stand dem Gottesdienst vor, der musikalisch von Dr. Felix Dellian der Orgel umrahmt wurde.
Das Fest der Darstellung des Herrn gehört zu den ältesten Marienfesten. Im Lukasevangelium wird davon berichtet , dass die Eltern Jesu das Kind in den Tempel brachten, wo sie auch das gebotene Reinigungsopfer für die Mutter darbrachten. Es ist fürwahr eine schöne Szene im Lukas-Evangelium: Maria und Josef kommen mit dem kleinen Jesus in den Tempel – und dort merken zwei Menschen sofort, dass dies kein gewöhnliches Kind ist. Der greise Simeon und die Prophetin Hanna bekennen laut im Gotteshaus, dass Jesus der Erlöser ist. Das Zeugnis des Simeon und der Hanna über Jesus ist der Ausgangspunkt für dieses Hochfest „Darstellung des Herrn." In der Ostkirche trage es den Namen "Fest der Begegnung" betonte Pfarrer Stefan Fleischmann in seiner Ansprache Gott begegnet in dem Christuskind seinem Volk, den suchenden Menschen, die sehnsuchtsvoll Ausschau halten nach Heil und Heilung!", sagte der Redner. „Wo gibt es solche Hoffnungsorte in unseren christlichen Gemeinden?", fragte er weiter und nannte als ein Beispiel die katholische Kindestagesstätte „für die wir in unserem Hofer-Land Verantwortung tragen, die sich quasi das christliche Gottes- und Menschenbild, die christlichen Werte und Halterungen auf die Fahne geschrieben haben.“ In Jesus begegnet der Mensch Gott selbst. Er stehe auf der Seite der Kleinen und Schwachen. Sein ist die Herrlichkeit: er will Licht sein in den dunklen Stunden unseres Lebens. Sein ist die Kraft: Er will unsere Stärke sein, wenn wir dem Leben ohnmächtig gegenüber stehen. Im Tempel komme es zur Begegnung zweier Generationen, die sich nicht gegenseitig ausspielen, sondern aneinander teilhaben lassen: Simeon preist Jesus als das Licht der Welt. Von dieser Verkündigung dürfe auch die junge Generation profitieren. Ganz Israel darf erfahren: Der Messias ist gekommen!" schloss der Pfarrer seine einfühlsamen Ausführungen. Am Schluss erteilte er zusammen mit Gemeindereferentin Mechthild Fröh den Blasiussegen.
Der heilige Blasius gilt als Schutzpatron gegen Halsleiden und wird zu den Vierzehn Nothelfern gezählt. Als standhafter Bekenner seines Glaubens erlitt er um 316 unter Kaiser Licinius, oder bereits unter Diokletian, nach schrecklichen Qualen den Märtyrertod. Eine Legende berichtet, er habe im Kerker einen Knaben, der sich an einer Fischgräte verschluckt hatte, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet. Darauf geht der im 16. Jahrhundert entstandene Brauch des Blasiussegens zurück, in dem Blasius um Fürsprache bei Halskrankheiten gebeten wird. Mit diesem besonderen Segen wurde der schöne Gottesdienst beendet.
