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Der heilige Blasius

Hl. Blasius
Datum:
Veröffentlicht: 4.2.24
Von:
Stefan Fleischmann

Was weiß man eigentlich über den Heiligen Blasius?

Die Geschichte mit der Fischgräte ist eigentlich schnell erzählt: Zuerst Arzt, dann Bischof von Sebaste in Armenien, floh Blasius vor den Christenverfolgern in eine Höhle. Dies war im 4. Jahrhundert. Blasius wurde entdeckt; er kam ins Gefängnis. Vielen Menschen wurde er dort zum Helfer und Tröster. So befreite er einen Knaben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, vor dem Erstickungstod.

Diese Fischgräte kann für Vieles im Leben stehen – auch heute noch. Wenn das Essen oder die Worte im Halse stecken bleiben, weil die Not, der Ärger, der Streit, der Stress oder die Ohnmacht so groß sind. Manchmal wird es dann uns einfach zu viel!  Jesus rückt gerade die Beladenen und Kranken immer wieder in den Mittelpunkt des Geschehens. Das erfahren wir in den Evangelien immer und immer wieder, dass er sich diesen Menschen annimmt, weil ihnen der Lebensatem, die  innere Freiheit und Herzensfreude geraubt wurden.

Der Heilige Blasius wird meist mit Bischofsstab, Mitra und zwei brennenden Kerzen dargestellt, die die Form eines Andreaskreuzes haben. Heute wird der Blasiussegen, der im 16. Jahrhundert entstanden ist, wieder erteilt. Wenn die zwei brennenden Kerzen vor das Gesicht gehalten werden, dann heißt das nichts anderes, dass Gott sein Heil, sein Angesicht, seine Nähe aufleuchten lassen soll. „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht über dir aufleuchten und sei dir gnädig. Er wende dir sein Antlitz zu und schenke dir seinen Frieden.“ Im Blasiussegen mit den brennenden Kerzen hält uns Gott sozusagen seine liebende Wärme an unseren erkälteten und zugeschnürten Hals, um uns von allem zu befreien, was wir verschluckt haben, um die Fischkräte der Angst herauszuziehen, die sich nicht nur im Hals, sondern in unserer Seele eingekrallt hat.

Jesus begegnete einmal einem Kranken, der von einem unreinen Geist besessen war: „Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth?“ Die Nähe Jesu, der der heilige Gottes ist, scheidet die Geister offensichtlich voneinander. Und das ist gut so, um nicht in die Irre zu gehen. Jesus heilt die innere Gespaltenheit des Kranken und integriert den Kranken wieder in die Gesellschaft. Der Blasiussegen ist keine Magie oder Aberglaube. Auf die Fürsprache des hl. Blasius soll Gott sein Angesicht aufleuchten lassen, wo ich von unreinen Geistern besetzt bin: den Geist des Neides, den Geist der Ichsucht, den Geist des Streites, den Geist, der trennt, den Geist der Gottlosigkeit. Auf die Fürsprache des Hl. Blasius soll Er seine Gnade und Stärke zeigen, wenn ich schwach bin, wenn ich verwundet bin, wenn ich am Boden liege, wenn ich von allen guten Geistern verlassen bin.

Der Blasiussegen ist ein Zuspruch auf die Bitte um Gesundheit und Heil und ganzheitliche Heilung; der heilmachende und reinigende Glaube an Jesus Christus, die Quelle allen Segens, der uns befreit von allem, was schwer zu schlucken ist oder wo sich zu viele unreine Geister angesammelt haben. So spreche ich: "Auf die Fürsprache des Heiligen Blasius schenke uns der allmächtige Herr Gesundheit an Leib, Geist und Seele + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist."