Zum Inhalt springen

Der Verstorbenen gedacht

Gedenken Selbitz
Datum:
Veröffentlicht: 8.11.22
Von:
Bernhard Kuhn

Pfarrsekretär Bernhard Kuhn gestaltete in der Filialkirche "Maria-Hilf" in Selbitz eine Wort-Gottes- Feier in der neben den Verstorbenen des vergangenen Jahres auch an die Angehörigen der Gottesdienstbesucher gedacht  wurde.

Diplom- Kirchenmusiker Christian Bauer umrahmte die Feier mit gefühlsbetonten Liedern wie  „So nimm denn meine Hände" „Preis dem Todesüberwinder" u.a..   In seiner Ansprache bezog sich der Wortgottesdienstleiter auf die Stelle des 2. Korintherbriefs , wo es im 4. Kapitel heißt:  „Den Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen". Wenn Paulus von seinem Weg und seiner Geschichte spricht, so wird er nicht müde, darauf hinzuweisen, dass sich ein Widerfahrnis quer zu seinem Lebensweg gestellt hat, nämlich die Begegnung mit Jesus Christus, betonte Bernhard Kuhn. Paulus war vorher eifrig dabei, das Treiben derer, die auf Jesus Christus ihre Hoffnungen setzten, zu unterbinden. Er hatte die Christen maßlos verfolgt. Doch gerade dabei wird er ergriffen, ereignet sich der Niedersturz, in dem Paulus eine ganz andere Kraft kennen lernt als sein eigenes Streben. Und diese Kraft ändert sein Leben, verändert seine Sichtweise, begründet einen Glauben, der offen ist für ganz neue Horizonte. Paulus lebt aus einer Kraft, die ihm geschenkt wurde. Er überwindet Ketten und Mauern aus dieser Erfahrung des lebendigen Jesus Christus, den der Tod nicht ausradieren konnte. "Wohin wir auch kommen tragen wir das Todesleiden Jesu mit uns", sagt Paulus.  Wir sind anfällig, vergänglich, sterblich. Doch Paulus schreibt weiter „damit auch das Leben Jesu an uns sichtbar wird“. Durch das Leid, den Tod hindurch wird Leben in Fülle sichtbar.

 "Wir tragen diesen Schatz in zerbrechlichen Gefäßen“ gab der Redner noch einmal zu bedenken,  „aber wir – und unsere Verstorbenen - sind immer neu beschenkt durch diesen Schatz des Lebens, durch die Hoffnung auf die Auferstehung!".

Anschließend wurden die Verstorbenen des vergangenen Jahres verlesen. Mesnerin und Lektorin Brigitte Proksch zündete für jede oder jeden eine Kerze bei der Mutter Gottes "Maria- Hilf" an. Anschließend wurde auch an die lieben Verstorbenen gedacht , die die Gottesdienstbesucher in ihren persönlichen Anliegen auf einen Zettel aufgeschrieben hatten.

Mit dem Lied "Näher mein Gott zu dir" endete der festliche Gottesdienst.