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Bistumsprozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“

Entscheiden und Handeln
Datum:
Veröffentlicht: 9.5.26
Von:
Markus Hornig
Die Gremien des SSB Hofer Land treffen sich zur Auftaktveranstaltung

Das Lagebild ist eindeutig: rasante gesellschaftliche Veränderungen, stark rückläufige Nutzung kirchlicher Angebote, sowie ein substanzieller Rückgang finanzieller und personeller Ressourcen münden in dem Fazit: so wie bisher kann es nicht weitergehen. Das Erzbistum Bamberg hat daher in Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen im Frühjahr 2025 ein Projekt mit der Zielsetzung initiiert, die Pastoral zukunftsfähig weiterzuentwickeln und strategisch auszurichten. Dort, in der Hauptabteilung Seelsorge ist auch die Projektleitung angesiedelt. Im November ernannten die 35 Seelsorgebereiche der Diözese die für ihren Bereich einzusetzenden Prozessverantwortlichen, kleine Teams, gemischt besetzt aus Haupt- und Ehrenamtlichen. Diese werden seitdem in ganztägigen Workshops auf ihre Rolle als Steuerungsgruppe des Prozesses auf der Ebene der Seelsorgebereiche vorbereitet. Begleitend zum Projektauftakt hatte Erzbischof Herwig Gössl im Januar 2026 mit den Pastoralen Orientierungen seine „Wegmarken für die Zukunft“ vorgelegt, die als dynamische Leitlinien verstanden sein sollen. Wichtiger und wesentlicher Kern des Projekts ist die Information, sowie die Einbindung der Ortskirchen.

Zu diesem Zweck lud kürzlich das Team der Prozessverantwortlichen im Seelsorgebereich Hofer Land, geographisch etwa deckungsgleich mit dem Landkreis Hof, zu einer Informationsveranstaltung ein. Zielgruppe waren die eben im März erst neu gewählten Pfarrgemeinderäte und die Mitglieder der Kirchenverwaltungen der Pfarrgemeinden in Stadt und Landkreis, sowie das Pastoralteam der Hauptamtlichen.

Nachdem Dr. Dieter G. Jung, Pfarradministrator aus Schwarzenbach/S. und stellvertretender Leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs die Teilnehmenden begrüßt und in die Thematik eingeführt hatte, übernahm Gemeindereferentin Mechthild Fröh den Part der Vorstellung des Projektes, sowie der Rolle der Prozessverantwortlichen. Im dritten Teil erklärte Markus Hornig, Mitglied der Kirchenverwaltung in St. Franziskus, Schwarzenbach/S., die Einbindung der Gremien der Ortskirchen und des Seelsorgebereichs, deren Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Prozesses. Den vierten Abschnitt schließlich widmete Dominic Hösel, Mitglied von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung in Christkönig, Helmbrechts, der Vorgehensweise zur Bewertung, Beratung und Beschlussfassung der Projektergebnisse seitens des Seelsorgebereichsrates.

Das Bistumsprojekt ist damit im Seelsorgebereich Hofer Land gestartet. Viele Analysen, Beratungen und Diskussionen werden folgen. Ziel ist es, bis Dezember 2027 innovative Handlungsmodelle (und ggf. Freiräume) für den Seelsorgebereich, sowie daraus abgeleitet eine Pastoralstrategie zu entwickeln. An der bereits erfolgten technischen Bewertung der Immobilien (Gebäudestrategie) gespiegelt sollen damit die geeignetsten Räumlichkeiten für eine wortwörtlich „ansprechende“ und zielgruppenorientierte Seelsorge bereitgestellt werden.

Markus Hornig