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Bischof Nikolaus besucht die „Frankenhöhe“

Nikolaus in der Frankenhöhe
Datum:
Veröffentlicht: 8.12.23
Von:
Bernhard Kuhn

Der Nikolaustag ist nicht nur für Kinder ein ganz besonderer Tag in der Adventszeit. Auch bei den Erwachsenen, insbesondere bei den Seniorinnen und Senioren hat er einen ganz besonderen Stellenwert. Bei vielen lässt das Gedenken an den Heiligen Nikolaus Erinnerungen an die Adventszeit in der Kindheit aufleben. So war auch die Vorfreude im Seniorenheim „Frankenhöhe" in Langenbach groß als der heilige Bischof Nikolaus seinen Besuch ankündigte.

Annika, Jens und andere Mitarbeiter aus der sozialen Betreuung waren gerade dabei ihre anvertrauten, erwartungsvollen Seniorinnen und Senioren mit Liedern wie "Lasst uns froh und munter sein" u.a. auf den hohen Gast einzustimmen, als es plötzlich an die Tür klopfte und Bischof Nikolaus eintrat. Es wurde sehr still im Raum bis die stellvertretende Leiterin der Ergotherapie Annika Eidner den Gast aus Myra begrüßte. Nikolaus freute sich sehr über die freundliche Aufnahme und fühlte sich im Kreis der lieben Seniorinnen und Senioren gleich recht wohl. Er schenkte jeden Anwesenden eine schöne Weihnachtskarte der katholischen Pfarreien des Altlandkreises Naila mit einem Weihnachtsgruß von Dekan Andreas Seliger, worüber diese sich sehr freuten. Leider waren sie aber zu aufgeregt um dem Nikolaus etwas aufzusagen. Sie hatten aber versprochen bis zu seinem nächsten Besuch etwas zu lernen. Anschließend wandte sich Bischof Nikolaus an die Heimbewohner mit ein paar adventlichen Gedanken.

„Wir stehen in der Mitte des Advents und bereiten unsere Herzen auf das Fest der Feste vor: Weihnachten." sagte er. „Wir hören in diesem Advent immer wieder mahnende Worte im Gottesdienst, die uns zur Wachsamkeit aufrufen, die unsere Bereitschaft wachrütteln wollen Tür und Tor dem zu öffnen, dessen Ankunft wir erwarten!" St. Nikolaus stellte dabei fest, dass es im 1. Weihnachten vor über 2000 Jahren, als die Engel auf Bethlehems Fluren die Ehre Gottes und den Frieden auf Erden verkündeten, zwei deutliche Ziele gab, nämlich die Ehre Gottes und den Frieden auf Erden.

„Aber wo ist denn dieser weihnachtliche Friede?", fragte sich St. Nikolaus. „Ist er in der Welt?" Wir brauchen doch nur die Nachrichten einzuschalten, die uns immer wieder Katastrophen, Not, Elend, Hunger und Krieg melden. Denken wir nur an den unsäglichen Krieg in der Ukraine und im Heiligen Land!“ gab er zu bedenken.

Oder werfen wir einen Blick in unsere Familien, fuhr der Nikolaus fort. "Ist denn da Frieden? Herrschen da nicht auch sehr oft Uneinigkeit, Hass und Zwietracht? Gehen nicht viele Ehen auseinander, nur weil ein Partner zu arrogant ist um auf den anderen zuzugehen und vielleicht zwei: „Verzeih mir“ über die Lippen zu bringen?!“

„Oder gehen wir noch einen Schritt weiter und schauen wir mal in die dunklen Katakomben unserer Herzen. Brennt denn da noch für den nächsten ein Licht, oder ist der glimmende Doch bereits am Erlöschen?“

Advent, Zeit der Vorbereitung, Zeit der inneren Einkehr. Es sei doch dabei überhaupt nicht schwer persönlich etwas zum weihnachtlichen Frieden beizutragen, meinte St. Nikolaus. Das könne doch jeder von uns! Oft genügt ein Gebet um den Frieden, ein paar Plätzchen für den längst vergessenen Angehörigen, oder ein Anruf an einen Einsamen. Und diese kleinen Gesten können große Wirkung haben! Das göttliche Kind, dessen Geburtstag wir an Weihnachten feiern, hat uns diesen Frieden vorgelebt. Man nennt ihn, wie es bei Jesaja heißt: "Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit und Fürst des Friedens." Nicht noch ein Stärkerer wird kommen, nicht noch größere und ausgeklügeltere Gewalt kommt zum Einsatz.

Nein, die Kraft geht von einem Kind aus, sagte der Bischof. "Ein Kind, das ist Ankunft und Zukunft. Es ist gekommen und im Kommen. Es ist unwiderstehlich da, ganz verletzlich, hilflos ohne eine helfende Hand. Das liebe Seniorinnen und Senioren ist Gottes Advent.“

Weihnachten zu feiern heißt sich auf diesem Gott aufs Neue einzulassen, anrühren zu lassen, zu fühlen, was das für uns bedeutet, und wieder wie ein kleines Kind darüber staunen zu können. Sich mit ganz großen, offenen Augen und offenem Mund dem Wunder dieser Weihnacht, der unsagbaren Nähe dieses Gottes zu nahen, und darüber zu staunen“ Der Nikolaus schloss seine Ansprache mit dem Gebet: "Ja Herr, wir zünden ein Licht an und stellen es nicht unter dem Eimer, sondern auf den Leuchter, damit es allen Menschen leuchtet. Ein Stern geht auf am dunklen Himmelsdom der Nacht. Er hat uns die Botschaft gebracht: Ich hab Euch lieb!" und wünschte dem vortrefflichen Team der Ergotherapie sowie allen Heimbewohnerinnen und -bewohnern ein gnadenreiches Weihnachtsfest, Gesundheit und Gottes Segen für das Neue Jahr 2024. Danach wurde der Nikolaus mit dem Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Es kommt der Herr der Herrlichkeit“ verabschiedet.

Nikolaus in der Frankenhöhe
Nikolaus in der Frankenhöhe