Allerheiligen – Allerseelen im ehemaligen Seelsorgebereich Naila

An den katholischen Gedenktagen Allerheiligen und Allerseelen gedenken Gläubige der Verstorbenen, so auch im vormaligen Seelsorgebereich Naila.
In manchen Regionen werden die Bräuche der beiden Feste vermischt, obwohl sie aber eine unterschiedliche Bedeutung haben. Allerheiligen ist ein katholischer Feiertag und findet jedes Jahr am 1. November statt. An diesem Tag gedenken Katholiken aller bekannten sowie unbekannten Heiligen. Auf dieses Hochfest folgt am 2. November der Festtag Allerseelen. Im Unterschied zu Allerheiligen wird an Allerseelen der verstorbenen Verwandten, Freunden und Bekannten gedacht. Brauch ist es zu diesem Anlass unter anderem den Friedhof zu besuchen. Aus organisatorischen Gründen findet die Gräbersegnung mancherorts aber schon am Allerheiligentag statt. Viele Gräber werden mit Blumen und Kerzen geschmückt. Diese sprechen vom Leben, das Christen für ihre Toten erhoffen. Sie legen Zeugnis ab von ihrem Glauben, dass die Verstorbenen Anteil haben dürfen an der in Christus verheißenen Fülle des Lebens. Im vormaligen Seelsorgebereich Naila fanden an allen Orten Friedhofsgänge mit Gräbersegnungen statt: In Schwarzenstein, Naila und Bad Steben mit Dekan Andreas Seliger, in Issigau mit Gottesdienstbeauftragten Helmut Seitz, in Marxgrün, Lichtenberg,Geroldsgrün, Lippertsgrün und Culmitz mit Gemeindereferentin Michaela Meusel, in Selbitz und Schauenstein mit Pfarrvikar Ignacy Kobus. In Schwarzenbach am Wald gestaltete Wortgottesdienstleiter Bernhard Kuhn eine Wort- Gottes- Feier mit anschließender Gräbersegnung. Bernhard Kuhn bezog sich in seiner Ansprache auf den 2. Korintherbrief, wo es im 4. Kapitel heißt: „Den Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen." Das Gefäß, unser Körper, sei irdisch, er ist zerbrechlich. Keiner soll denken, die Kraft im Dienst käme aus dem Gefäß, aus uns selbst. Sie komme aus der „Überfülle der Kraft Gottes“, zu seiner.Herrlichkeit!, so der Redner. Einen besonderen Gottesdienst für die Verstorbenen des vergangenen Jahres zelebrierte am Allerseelentag Dekan Andreas Seliger in der Stadtpfarrkirche "Verklärung Christ" in Naila. Es ist „ein heiliger und heilsamer Gedanke für die Verstorbenen zu beten“, so versichert uns der heilige Franz von Sales. An Allerseelen steht dieser Gedanke im Mittelpunkt. Heilig, weil wir daran glauben, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern das Ziel. Heilsam, weil uns dieses Gebet immer auch daran erinnert, dass auch wir sterben werden – und wir dadurch bewusster leben, wesentlicher.


