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134. Kirchweihfest St. Marien

134. Kirchweihfest St. Marien
Datum:
Veröffentlicht: 20.10.25
Von:
Nicola Sandro Leroy

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Marien feierte ihr 134. Kirchweihfest. Das wunderschöne Gotteshaus ist katholische Hauptkirche Hochfrankens und befindet sich im nordöstlichsten Dekanat des Erzbistums Bamberg. Kaplan Christopher Helbig zelebrierte den Festgottesdienst mit Orgelklängen von Vladimir Plakidin und herrlichen Soloeinlagen von Januka Gunaratnam.

Die Thematik des Eingangsliedes „Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land. Aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand.“ von Joseph Mohr, das wohl bei jeder Kirchweih die Gottesdienstbesucher erfreut, zog sich wie ein rotes Band durch den Gottesdienst. In seiner Festpredigt bezog sich Kaplan Christopher Helbig mit seiner jugendlich, frischen Art und Weise auf die Stelle des Johannes-Evangeliums, in dem Jesus von einer samaritischen Frau gefragt wird, wo Gott angebetet werde. Und Jesus antwortet: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.“

„Wenn ihr in eine Kirche kommt, müsst ihr mit Leib und Sinnen anwesend sein, was Gott euch sagen will, sagte Kaplan Helbig. Um unsere schöne Marienkirche müsse man sich künftig keine Gedanken machen. Sie werde als zentraler Ort der Gottesbegegnungen bleiben, ermutigte er. Aber der Redner verwies auch auf Orte, wo keine regelmäßigen Gottesdienste mehr stattfinden können und bemerkte, dass man sich nicht mehr überall auf einen Pfarrer versteifen könne. Er allein mache „Kirche“ nicht aus. Es gäbe auch andere Menschen die „Kirche“ sind, betonte der Redner und nannte u. a. den Frauenbund, den Kirchenchor, Ministranten und liturgische Helfer.

„Gott will angebetet werden in Geist und Wahrheit, das kann in der Familie sein, am Arbeitsplatz und überall!“ Es sei eine Anbetung, die geistlich geschehen würde und nicht durch äußere Zeremonien. „Gott will angebetet werden in Geist und Wahrheit“ wiederholte der Festprediger. „Nehmen wir das ernst und lassen wir Taten folgen!“ Das Danklied nach der Kommunion griff noch einmal den Tenor des Festtages auf: Die Kirche steht gegründet allein auf Jesus Christ, sie, die des großen Gottes erneute Schöpfung ist. Vom Himmel kam er nieder und wählte sie zur Braut, hat sich mit seinem Blute ihr ewig angetraut.

geschrieben von Bernhard Kuhn

Foto 1: Feierlicher Einzug

Foto 2: Festgottesdienst zum 134. Kirchweihfest

Foto 3: Kaplan Christopher Helbig bei seiner Ansprache

134. Kirchweihfest St. Marien
134. Kirchweihfest St. Marien