100 Jahre Kongregation der Eucharistinerinnen

Pontifikalhochamt mit anschließendem Empfang
Die Kongregation der „Schwestern der Dienerinnen der Eucharistie“, kurz Eucharistinerinnen genannt, haben in Oberkotzau das 100-jährige Bestehungsjubiläum mit einem Pontifikalhochamt, dem Erzbischof em. Ludwig Schick in der St. Antoniuskirche vorstand, und anschließendem Empfang im Pfarrheim festlich begangen.
Als das katholische Glaubensleben in Litauen, weiteren baltischen Staaten und Russland auf dem Tiefstand war, beginnt der Ordensgründer, der selige Georg Matulaitis, große Erneuerungsarbeit, um die Entfaltung der katholischen Glaubenspraxis zu fördern. Vor allem in den Orden entdeckt er weitreichende Möglichkeiten das Glaubensleben „auferstehen zu lassen“. Im Zuge der Zeit wächst die Gemeinschaft, trotz vieler materieller und politischer Hindernisse und ist heute in Europa: Deutschland, Polen, Litauen, Belarus, Ukraine sowie in Russland und Kasachstan, auch in Südamerika: Kuba vertreten.
Seit März 1989 wirken unsere Eucharistinerinnen aus Oberkotzau segensreich im Seelsorgebereich Hofer Land. Sie geben Religionsunterricht, bieten Seelsorge mit Glaubensbildung für Erwachsene und für Interessenten mit Migrationshintergrund an, übernehmen die Erstkommunionvorbereitung, Kinder- und Jugendarbeit, Frauenkreis, Krankenkommunion und Seniorenbesuche, organisieren Anbetungsnächte und sind in der Migrationsberatung der Hofer Caritas tätig, ein Katalog, den man noch lange ergänzen könnte. Die Schwestern sind ein großer Segen im Seelsorgebereich Hofer- Land. Dafür wurden sie jetzt bei ihrem 100-jährigen Bestehungsjubiläum im Gottesdienst und beim anstehenden Empfang mit vielen Dankesworten und Sympathiebezeugungen überhäuft. Der Festgottesdienst, dem Erzbischof em. Ludwig Schick vorstand, wurde musikalisch von verschiedenen Gruppen umrahmt, eine Band unter der Leitung von Sr Margareta Fischer, Schola und Singkreis der Pfarrei Oberkotzau, Christina Fischer an der Orgel, und eine Trompeteneinlage einer Schülerin. Im vollbesetzten Gotteshaus begrüßte Pfarradministrator Dr. Dieter Jung, den hohen Gast aus Bamberg, Erzbischof em. Dr. Ludwig Schick, stellvertretend für alle Konzelebranten und pastoralen Mitarbeitern Bischof Josef Werth und Leitenden Pfarrer Stefan Fleischmann, stellvertretend für den Orden Generaloberin Sr Barbara und Oberin Sr Maria aus Oberkotzau, für den Landkreis Hof und den Markt Oberkotzau Landrat Dr. Oliver Bär, Bürgermeister Stefan Breuer und die Mitglieder des Marktgemeinderates, für die Schulen, Vereine und Kindergärten Rektor Gerd Kögler, Pfarrgemeinderäte und Kirchenpfleger des SSB Hofer Land und nicht zuletzt die vielen Ministranten und Gottesdienstbesucher. Erzbischof Dr.Ludwig Schick dankte in seiner Festpredigt den Schwestern für ihr Leben und Wirken in Oberkotzau. Die Gründung der Eucharistinerinnen vor 100 Jahren sei ein Werk Jesu Christi in seiner Kirche. Er habe den seligen Bischof Georg Matulaitis berufen und angeleitet, diese Kongregation zu gründen, dessen Spezifikum die Eucharistie sei. „Jesus in der Eucharistie sollte der Mittelpunkt unserer Herzen sein. Der Besuch bei ihm und die Anbetung sollten die liebsten Augenblicke des Erholens sein und die heilige Kommunion die täglich ersehnte Sonne unseres Lebens.“, so der emeritierte Bamberger Oberhirte. Eucharistinerinnen hätten die Aufgabe die Bedeutung der Eucharistie für die Kirche mit ihrem Leben, mit ihrer Spiritualität, ihrer Liturgie und ihrem Apostolat hervorzuheben. Die Feier der Gründung der Eucharistinerinnen sei Dank und Anerkennung. Die Eucharistie vor allen in der heiligen Messe, aber auch in der Eucharistischen Anbetung und die eucharistischen Prozessionen müssten wieder mehr zum Herzstück der Christen und der Kirche werden. „Lasst uns so dieses Fest heute feiern, dankbar dass Jesus Christus die Kongregation der Eucharistinerinnen durch den Sel. Bischof Georg Matulaitis gegründet hat. Lasst uns danken für alles, was die Schwestern in den 100 Jahren gewirkt haben an verschiedenen Orten der Erde und hier in Oberkotzau“, schloss der Erzbischof seine Festpredigt. In einem Grußwort drückte auch Generaloberin Sr Barbara ihre Freude über das segensreiche Wirken ihrer Mitschwestern in Oberkotzau aus. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal, bei dem es an lukullischen Spezialitäten nicht mangelte, fand noch ein ansprechendes Rahmenprogramm statt, das musikalisch von der Band eröffnet wurde. Es folgten Grußworte von Pfarradministrator Dr. Dieter Jung, Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Matthias Kugler, Landrat Dr. Oliver Bär, Bürgermeister Stefan Breuer und vom Rektor der Grund und Mittelschule Oberkotzau Gerd Kögler. Sie alle freuten sich über das segensreiche Wirken der Schwestern und wünschten weiterhin Gottes reichen Segen. Mit einem kleinen Theaterstück über die Gründungsidee des Ordens erfeuten Kinder, zwei Geistliche und eine Schwester die zahlreichen Gäste. Im weiteren Verlauf beglückten alle Gäste der Geigenschüler Paul Feist, seine Lehrerin Anke Oppelcz und Chie Honda am Piano mit zwei Meisterleistungen.
Nach all den Feierlichkeiten mündete das Fest in eine Gebetsnacht um den Herrn im ausgesetzten Allerheiligsten anzubeten, zu danken, zu loben und zu preisen. Unsere Schwestern aus Oberkotzau durften ein würdiges Fest erleben, so wie sie es sich für ihre Liebe, für ihr Gebet und für ihre aufopfernde Seelsorge verdient haben. Möge sie der Herr auch weiterhin mit seinem Segen und seiner Gnade begleiten. Ad multos annos!


